Kunst und Kultur

Premiere für die Landshuter Kunst- und Keramiktage

Dachmarke für Haferlmarkt mit Zusatzprogramm, Kunstwochenende und Denkmaltag

Aus drei Parallelveranstaltungen wird ein Kulturpaket: Der traditionelle Landshuter Haferlmarkt mit Rahmenprogramm, das überregional beliebte Landshuter Kunstwochenende und der bundesweite Tag des offenen Denkmals vereinen sich zu den Landshuter Kunst- und Keramiktagen. Erstmals finden sie von Freitag, 11., bis Sonntag, 13. September, statt. Am Donnerstag haben in Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger Dritter Bürgermeister Hans-Peter Summer, Michael Bragulla, Leiter des Sachgebiets Stadtmarketing und Tourismus sowie die beteiligten Partner das Programm unter der neuen Dachmarke vorgestellt.

„Mit dem Titel Landshuter Kunst- und Keramiktage wird deutlich, was Landshut jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende zu bieten hat: eine riesige Vielfalt rund um hochkarätige Handwerkskunst, bildende Kunst und Baukunst“, sagte Dritter Bürgermeister Hans-Peter Summer. „Die neue Dachmarke soll einem überregionalen Publikum Lust auf diesen Dreiklang und auf die Stadt machen“, ergänzte Michael Bragulla, Leiter des Sachgebiets Stadtmarketing und Tourismus. „Lust auf die Keramikstadt, die Kunststadt und die Denkmalstadt Landshut.“

Die Stadt, die Organisatoren des Kunstwochenendes und die Keramikschule haben gemeinsam das Konzept entwickelt. Basis – auch optische Grundlage für das Design der Dachmarke – war die Gestaltung, die Uta Spies von der Kulturabteilung für das Keramikjahr 2023 entwickelt hatte. Dieses kommt nun mit der Einführung der Landshuter Kunst- und Keramiktage dauerhaft zum Einsatz.

Hauptbestandteil des Keramikprogramms ist der 44. Landshuter Haferlmarkt in der Freyung, der Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet hat. Dabei präsentieren 33 Keramiker aus Oberbayern, Niederbayern, der Oberpfalz, Oberfranken sowie aus der Nähe von Hamburg ihre Waren – alle Absolventen der renommierten Keramikschule.

Auf dem Markt gibt es Musik, einen Kaffee- und Biergarten, Kindertöpfern und – ganz neu – eine ganztätige Lebendwerkstatt, bei der einer Keramikerin beim Arbeiten über die Schulter geschaut werden kann. Zum Rahmenprogramm des Haferlmarkts gehört auch die Begleitausstellung im Rathausfoyer, in der die auf dem Markt vertretenen Keramiker bereits seit 3. September besondere Werke unter dem Motto „Der gute Ton“ zeigen. Unter dem gleichen Titel gibt es außerdem eine Keramik-Stadtführung mit Start auf dem Haferlmarkt am Freitag um 16.30 Uhr. Dabei wird der Ton in allen Facetten lebendig – als Ziegelbauwerke, als farbenfrohe Häuserfassade und als Gesang. Die Kosten liegen bei zwölf Euro pro Person, eine Anmeldung erforderlich unter stadtfuehrungen@landshut.de oder 0871/922050.

 

Weiteres Rahmenprogramm des Haferlmarkts ist eine Führung zu „Keramik auf der Burg Trausnitz“ am Freitag und am Samstag jeweils um 12.30 Uhr. Dabei informiert die Bayerische Schlösserverwaltung über Keramik in Form von Gefäßen, historische Kacheln und Terrakottakunstwerken, die in der Burganlage Jahrhunderte überdauert haben. Hierfür wird Eintrittskarte für die Burg benötigt, die Anmeldung läuft telefonisch über 0871/9241115.

 

Die Keramikschule bereichert das Programm mit drei Ausstellungen – zwei davon im Schulgebäude am Marienplatz (Abschlussarbeiten der Berufsschule und Berufsfachschule im Foyer, Abschlussarbeiten der Meisterschule für Keramik und Design im zweiten Stock) und eine im K³ (Raum für Keramik, Kunst und Kultur) im Heilig-Geist-Stadel. Dort gibt es eine Schau der Keramikerin Petra Bittl zu sehen, die in den 90er-Jahren die Landshuter Keramikschule besuchte und seitdem weltweit für Aufsehen sorgt. Die drei Ausstellungen sind am Freitag von 19 bis 23 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Bittl hält zudem am Samstag um 19 Uhr in der Neuen Galerie im Gotischen Stadel auf der Mühleninsel einen Vortrag über optische Täuschungen in der Keramik der Moderne.

 

Die zweite Veranstaltung unter dem Dach der Kunst- und Keramiktage ist das 21. Landshuter Kunstwochende. Von Freitag bis Sonntag öffnen 14 Galerien, Museen und Ausstellungsräume ihre Türen bei freiem Eintritt – am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr. Der Höhepunkt ist die Kunstnacht am Freitag von 19 bis 23 Uhr, wenn die Ausstellungshäuser bis in die späten Abendstunden geöffnet sind. Parallel dazu erwartet die Besucher ein stimmungsvolles Late Night Shopping in mehr als 40 Geschäften.

 

Auch in diesem Jahr gibt es außerdem wieder die beliebten „V.I.P.-Guided Visits“. Dabei begleiten sechs namhafte Persönlichkeiten aus Landshut die Gäste durch ausgewählte Ausstellungen. Mit dabei sind Stiftpropst Msgr. Dr. Franz Joseph Baur, Dekanin Dr. Nina Lubomierski, Zweite Bürgermeisterin Patricia Steinberger, Kulturabteilungsleiter Benedikt Schramm, Daniel Schreiber, Leiter der Museen der Stadt Landshut, und dessen Stellvertreter Thomas Stangier. Sie führen Besucher in kleinen Gruppen zu jeweils zwei Stationen und geben dabei persönliche Einblicke in die Kunstwerke. Die Touren beginnen am Freitagabend zwischen 19.30 und 20 Uhr vor dem Rathaus in der Altstadt. Sie sind auf jeweils 25 Teilnehmer begrenzt. Kostenlose Tickets gibt es ab 18 Uhr vor dem Rathaus, solange der Vorrat reicht.

 

Die Landshuter Kunstnacht hat sich laut Franz Schneider von der Neuen Galerie, der das Kunstwochenende gemeinsam mit Ursula Bolck-Jopp vom Kunstverein Landshut und Peter Litvai von der Fotogalerie Litvai organisiert, längst als Publikumsmagnet zum Saisonauftakt etabliert – weit über die Stadtgrenzen hinaus. Um den Einstieg in die unterschiedlichen Ausstellungen zu erleichtern, werden am Freitagabend in vielen Galerien kurze Einführungsgespräche angeboten. Diese sind so abgestimmt, dass Kunstinteressierte von Station zu Station wechseln können, ohne eine Präsentation zu verpassen. „Die bewährte Erweiterung zum dreitägigen Kunstwochenende mit zusätzlichen Öffnungszeiten am Samstag- und Sonntagnachmittag gibt den Kunstfreunden die Möglichkeit, nach der Kunstnacht den Blick auf die ausgestellten Werke in aller Ruhe zu vertiefen“, so Schneider.

 

Für eine einfache Orientierung sorgt wie gewohnt das unverwechselbare Markenzeichen des Landshuter Kunstwochenendes: die gelben Füße. Sie ziehen sich durch die Innenstadt und weisen den Besuchern zuverlässig den Weg zu allen beteiligten Kunstorten.

 

Die dritte Veranstaltung unter dem Dach der Landshuter Kunst- und Keramiktage ist der Tag des offenen Denkmals, bei dem an diesem Wochenende besonders geschützte Baukunst entdeckt werden kann. Am Samstag öffnen in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz viele historische Bauwerke, die unter Denkmalschutz stehen und sonst für die Allgemeinheit verschlossen sind, bei freiem Eintritt ihre Türen. Dabei gibt es unter anderem Kirchen, Klöster und Stadel zu entdecken. Außerdem können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einem Orgelkonzert lauschen und an einer Themenführung teilnehmen.

 

Das Programmheft zu den neuen Landshuter Kunst- und Keramiktagen ist in der Tourist-Information im Rathaus und in den Museen der Stadt Landshut erhältlich. Alle Infos gibt es auch online unter www.erleben.landshut.de/kunst-keramik.

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