Kickoff-Abend: Starkes Zeichen, Martin Haš wieder da
Mit der Kickoff-Veranstaltung bei seinem langjährigen Partner Schreiner & Wöllenstein nahm der
EV Landshut am Mittwochabend zielstrebig Kurs auf die neue DEL2-Saison. Nach der Begrüßung
durch Stefan Wöllenstein, den Geschäftsführenden Gesellschafter des Autohauses, bedankte sich
EVL- Geschäftsführer Ralf Hantschke bei den gut 150 Gästen für ihr Kommen und ihre
Unterstützung. Diese Wertschätzung sei ein „starkes Zeichen“, das dem EVL mit Blick auf die
Spielzeit 2026/27 wichtigen Rückenwind gebe.
Zweieinhalb Wochen vor dem Auftaktwochenende mit den Spielen in Weißwasser (18.9.) und gegen
Düsseldorf (20.9.) gaben Spieler, Trainer und Verantwortliche interessante Einblicke und aktuelle
Informationen. Auch eine Personalie galt es zu verkünden: Wie Geschäftsführer Sport Max Brandl
vermeldete, wird Verteidiger Martin Haš in der kommenden Saison erneut das rot-weiße Trikot
überstreifen. Der 25-jährige Deutsch-Tscheche war schon in der Vorsaison für den EVL aktiv, bestritt
51 Spiele und verbuchte dabei 3 Tore und 10 Assists. Seine robuste, physisch sehr präsente
Spielweise wurde auch in der DEL registriert, so dass er von den Eisbären Berlin im August zu einem
Tryout eingeladen wurde. Ein längerfristiger Vertrag beim Deutschen Meister kam jedoch nicht
zustande, so dass der 1,94 Meter große Rechtsschütze nunmehr wieder in Landshut verteidigt – eine
Win-win-Situation für Verein und Spieler, wie Max Brandl und Martin Haš beim Kickoff-Abend unter
dem Beifall der Gäste signalisierten.
Zudem informierte der Geschäftsführer Sport darüber, dass der Kader aktuell durch Blessuren bzw.
Krankheit dezimiert sei, so dass bei den kommenden Tests am Freitag in Olten bzw. am Sonntag in
Weiden bis zu acht Spieler fehlen werden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um kurzzeitige
Ausfälle.
Neuzugang Jon Blum allerdings wird zum Saisonstart nicht zur Verfügung stehen: Der routinierte
Verteidiger muss sich einer kleineren Operation unterziehen und wird rund sechs Wochen ausfallen.
Gleichwohl freut sich der NHL- und KHL-erfahrene Abwehrstratege, der 2023 mit dem EHC Red Bull
München Deutscher Meister wurde, schon auf die neue Saison – wohlwissend, dass er als
Führungsspieler geholt wurde: „Ich möchte mithelfen“, betonte Jon Blum im Interview mit
Moderator Martin Kolbeck, „eine Gewinnermentalität zu etablieren. Es gibt nichts Besseres als
Siege!“
Eine Reihe weiterer Spieler wie Andreas „Blacky“ Schwarz, Wade Bergman, Colton Jobke oder Trevor
Gooch standen ebenfalls Rede und Antwort sowie natürlich Chefcoach Uwe Krupp. Dieser beschrieb
in mitreißenden Worten, wie hochmotiviert er und sein Team in die neue Saison gehen. Zugleich
warb Krupp um eine realistische Erwartungshaltung – der EVL sei zwar in der Lage, den besten Mannschaften der Liga mal „ein Bein zu stellen“, gehöre aber insgesamt eher „ins Mittelfeld der
Tabelle“.
Doch den immensen Wert des EVL für die Stadt Landshut könne man nicht an der Tabellensituation
ablesen, betonte der Coach. Wichtiger sei das große Ganze, sprich die Identifikation, die
Zusammenarbeit und Durchlässigkeit zwischen Profiteam und Nachwuchs, die es in dieser Form
nirgendwo sonst in Deutschland gebe. Abschließend sagte Uwe Krupp über den EVL bzw. Eishockey
in Landshut einen schönen Satz, der bleiben wird: „Manchmal ist es Sport, manchmal ist es mehr als
Sport!“

