Petra Loibl bringt Kulturinstitutionen für „Kulturmesse“ 2027 zusammen
TEAM 96 plant für 12. und 13. November 2027 eine gemeinsame Veranstaltung in Regensburg
Dr. Petra Loibl, MdL, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene (vorne, 2. v. l. ) im Kreise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gesprächsrunde
Gute Ideen, große Pläne
Ein Jahr nach ihrem ersten Treffen hat die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Dr. Petra Loibl, MdL, die Vertreter der Kultureinrichtungen der Heimatvertriebenen und Aussiedler in Bayern am 20. Oktober 2026 bereits zum zweiten Mal zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Neben den Berichten der teilnehmenden Kulturwerke, Häuser und Verbände über ihre jeweils anstehenden Planungen und Projekte standen die Vorbereitungen für die am 12. und 13. November 2027 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg geplante „Kulturmesse“ des TEAM 96 im Mittelpunkt, zu dem sich die Teilnehmer des von der Beauftragten eingerichteten Gesprächskreises im Nachgang des ersten Treffens im Herbst 2025 zusammengeschlossen hatten. Mit dieser Veranstaltung, für die Dr. Petra Loibl die Schirmherrschaft übernehmen wird, wollen die im TEAM 96 vereinigten Partner gerade auch Personengruppen erreichen, die bisher wenig Berührung zu den Themen „Flucht und Vertreibung“ und „Deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa“ haben.
Obwohl die geplante „Kulturmesse“ ursprünglich gar nicht auf der Tagesordnung der zweiten Sitzung des von der Beauftragten eingerichteten Gesprächskreises gestanden hatte, war es den fünfzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern doch ein Herzensanliegen, sich gleich zu Beginn der Sitzung über den Sachstand und Ideen zur erfolgreichen Umsetzung des ambitionierten Projekts auszutauschen. Erschienen waren neben dem Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, Prof. Dr. Andreas Otto Weber, und der Sprecherin des TEAM 96, Dr. Lilia Antipow-Altrichter auch Waldemar Eisenbraun vom Bayerischen Kulturzentrum für die Deutschen aus Russland, Werner Henning vom Haus der Heimat in Nürnberg, Bernhard Fackelmann und Dr. Michael Nusser vom Kulturzentrum der Banater Schwaben, Bianca Groß und Gabriele Schilcher vom Kulturzentrum der Donauschwaben, Kerstin Arz als Vertreterin des Kulturzentrums der Siebenbürger Sachsen, der Direktor des Kulturzentrum Ostpreußen, Gunter Dehnert, sowie Paul Hansel und Lisa Haberkern von der Stiftung Kulturwerk Schlesien. Neu in der Runde begrüßt wurden Dr. Iris Oberth von der Stiftung Karpatendeutsches Kulturerbe, Michael Winkert vom Adalbert-Stifter-Verein und Andreas Miksch von der Sudetendeutschen Landsmannschaft.
Schon zu Beginn des Gesprächs zeigte sich die Beauftragte Dr. Petra Loibl von den guten Ideen und großen Plänen der Anwesenden begeistert: „Ich hätte nie zu hoffen gewagt, dass aus unserer letzten Begegnung am Sankt-Martinstag 2025 ein solches Projekt erwachsen könnte, das von allen Beteiligten mit so großem Engagement vorangetrieben wird“, so Dr. Loibl. In der Tat wird jeder der Partner im TEAM 96 seine Expertise und seine Ressourcen einbringen, um die „Kulturmesse“ zu einem großen Erfolg zu machen und möglichst viele Menschen in Bayern zu erreichen. In Rede stehen die unterschiedlichsten Programmpunkte, Formate und Eventideen, „und es wird“, so die Beauftragte, „spannend sein zu sehen, wie daraus im Verlauf der nächsten zwölf Monate ein wirklich stimmiges Konzept umgesetzt wird, in dem jeder seinen Teil einbringt und wir gewaltige Synergieeffekte haben werden“. Dabei wird auch der Bayernbezug nicht zu kurz kommen, zumal die Kulturmesse nicht nur in der geographischen Mitte des Freistaats stattfinden wird, sondern dabei auch die Räumlichkeiten des Museums der Bayerischen Geschichte nutzen darf.
Im weiteren Verlauf der Sitzung berichteten dann die Repräsentanten des Hauses des Deutschen Ostens, des Hauses der Heimat in Nürnberg, der sechs in Bayern ansässigen Kulturwerke der Landsmannschaften und der Kultureinrichtungen der Sudetendeutschen über ihre sonstigen Planungen für das letzte Quartal 2026 und das Jahr 2027. Gerade im Bereich der Ausstellungen ist hier viel, auch Überraschendes, zu erwarten. Daneben werfen aber auch jene Veranstaltungen ihre wohltuenden Schatten voraus, die alljährlich anstehen, und für das Profil der jeweiligen Einrichtungen stilprägend sind. Die Beauftragte freut sich jedenfalls darauf, auch in dem noch bis zur „Kulturmesse“ verbleibenden Jahr viele Veranstaltungen der in Bayern im Kulturbereich der Heimatvertriebenen und Aussiedler engagierten Einrichtungen besuchen zu können, und ist zuversichtlich, in ihrer Arbeit auch weiterhin von diesen Begegnungen – und den dabei vermittelten Impulsen – zu profitieren.

