Freundeskreis blickt hinter die Kulissen der Hochschule Landshut
Rund 100 Gäste besuchen Creative Lab, Maker Space und Labor für Baustoffkunde
Das Creative Lab wurde vorgestellt.
Prof. Michal informierte über das Labor für Baustoffkunde.
Der Vorsitzende des Freundeskreis Hochschule Landshut, Ludwig Zellner begrüßte.
Wer kennt das nicht. Ausgerechnet, wenn man fotografieren oder telefonieren will, ist der Handy-Akku leer. Ein Landshuter Start-up schafft Abhilfe. Es bietet die Möglichkeit, das Mobilgerät dann aufzuladen, wenn man es braucht. Die Wiege für dieses Jungunternehmen stand im Kreativlabor der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut (haw). Am Dienstag hatten die Mitglieder des Freundeskreis Hochschule Landshut e.V. die Gelegenheit, Einblicke in diese Erfindungswerkstatt zu gewinnen.
Gründen muss nicht immer mit der besten Idee und der größten Erfahrung beginnen und auch nicht mit einem tiefen Einblick in die Materie. Der Weg zur Existenzgründung läuft über Ausprobieren, Lernen und Feedback. Den Rahmen dazu bietet das Kreativlabor, genannt Creativ Lab mit der angegliederten offenen Werkstatt, genannt Maker Space am Gründerzentrum der haw. Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Marcus Jautze stellte das Labor bei seiner Führung als einen multifunktionalen Raum vor, der eine Reihe von technischen Utensilien bereithält und der sich für verschiedene Arbeitsszenarien schnell und unkompliziert umbauen lässt. Jautze nannte das Labor einen Kreativraum und eine Denkfabrik für effizientes Teamwork. Verschiedenste Werkzeuge und Maschinen stünden zur Nutzung bereit. Unter der Überschrift „Turn ideas into reality“ werde hier der Weg geebnet für die Verwirklichung von Geistesblitzen, Konzepten und Entwürfen. Dieser multifunktionale Raum könne genutzt werden von Dozierenden, Gründungsinteressenten, Projektteams und kreativen Köpfen.
Jautze verwies auf die Landshuter Gründernacht 2026, dem Treffpunkt der Gründerszene der Region. Die Gründernacht ist am kommenden 29. Oktober im Audimax der haw.
Mehr Druck ausgeübt
Prof. Dr.-Ing. Mathias Michal vermittelte den Besuchern einen Einblick in das Labor für Baustoffkunde. Er führte im Versuch die Herstellung von Frischbeton vor und ließ die Zuschauer Prüfungen von Betondruckfestigkeit beiwohnen. Wie Michal ausführte, verfügt der Bachelorstudiengang Bauwesen über vier Professuren, die Baubetrieb Baumanagement, Massivbau, Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft sowie Verkehrswegebau abdecken. „Ein Studiengang mit modernem Schliff mit der Ausrichtung auf Digitalisierung, Ressourcenschonung und innovative Lernkonzepte“, verdeutlichte Michal.
Mehr Studenten aufgenommen
Eingangs hatten der Vorsitzende des Freundeskreises Hochschule Landshut e.V. Stadtrat Ludwig Zellner und Präsidentin Prof. Dr. Michaela Wirtz die rund 100 Gäste, unter ihnen Zweite Bürgermeisterin Patricia Steinberger, in der Mensa begrüßt. Wirtz bezeichnete die Zunahme der Erstsemester-Studenten als erfreulich, es habe auch eine Verstärkung bei den Professoren gegeben. Die Hochschule habe über 5000 Studenten und knapp 60 Studiengänge. Die Präsidentin unterstrich das Bestreben der Hochschule, in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken. Der Dialog mit der Bevölkerung sei in diesen Zeiten, in denen der Vermittlung von Fakten eine besondere Bedeutung zukomme, wichtig. Zellner nannte den Freundeskreis als das Bindeglied zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Verknüpfung solle weiterhin gestärkt werden.




