Gesundheit & MedizinPolitik

Medikamentenmangel bleibt akut

Enders: „Wir müssen die Arzneimittelproduktion in Europa und Deutschland schleunigst hochfahren, um die Importabhängigkeit zu verringern und für die Zukunft vorzusorgen“

Verschlechterung statt Verbesserung! Das „Lieferengpassbekämpfungsgesetz“ der Ampel ist wirkungslos. Der Hausärzteverband warnt vor erneuten Lieferengpässen von Medikamenten, auch Antibiotika und Intensivmedizin, und sieht keine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Im Gegenteil: Die Lage sei angespannter als je zuvor. Enders: „Wir müssen uns unabhängig machen. Es kann nicht sein, dass wir ab sofort in jedem Jahr sehenden Auges in eine Situation geraten, in der wir auch Ältere und Kinder nicht mehr ausreichend versorgen können.“

Susann Enders, Generalsekretärin FREIE WÄHLER Bayern, sagt: „Es braucht dringend ein Umsteuern. Wir müssen die Grundversorgung und Bevorratung an Arzneimitteln durch die Produktion in Deutschland und Europa sicherstellen. Bei vielen Medikamenten sind wir inzwischen hochgradig importabhängig von kostengünstigeren Ländern wie China und Indien – das kann nicht sein.“

Und weiter: „Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) sollte die Menschen in Deutschland mit ausreichend Medikamenten versorgen, statt ideologische Irrsinnsprojekte wie die Cannabis-Legalisierung medienwirksam in den Fokus seiner Arbeit zu rücken. Keine Fiebersäfte für unsere Kinder, aber Cannabis für alle – diese Gesundheitspolitik ist nicht zu erklären. Damit schadet er der Gesundheit von Millionen Menschen, statt diese zu verbessern.“

„Deutschland galt einst als die Apotheke der Welt, davon kann längst nicht mehr die Rede sein. Unsere Nachbarn wie Österreich, wo in Tirol eine der größten Antibiotika-Fabriken der Welt aufgebaut wurde und Frankreich, das die Versorgung von 450 essenziellen Medikamenten durch Eigenproduktion krisensicher machen möchte, machen uns vor, wie es gehen kann.“ 

Die FREIEN WÄHLER bekennen sich zur Freiberuflichkeit von Apothekern und setzen sich für gute und verlässliche Rahmenbedingungen ein.
„Die Arzneimittelproduktion innerhalb der EU bringt Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze. Zusätzlich muss der Berufsstand der Apotheker als wichtige Arzneimittelversorger – die nicht nur Fertigarzneimittel abgegeben, sondern Rezepturarzneimittel selbst herstellen – unbedingt gestärkt werden“, sagt Enders.

 

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