Denkmalpflege hautnah erleben
Großes Programm beim „Tag des offenen Denkmals“ am 13. September

Der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 13. September, bietet allen Interessierten die Gelegenheit, Denkmalpflege hautnah zu erleben. Im Stadtgebiet werden 28 Programmpunkte angeboten, die es ermöglichen, denkmalgeschützte Kirchen, Klöster und Wohnbauten, die sonst meist geschlossen sind, zu besichtigen. Das Referat Sport, Kultur und Stadtmarketing der Stadt hat alle gemeldeten Programmpunkte in einem Faltblatt zusammengestellt. So hat jeder die Möglichkeit, sich eine individuelle Denkmaltour zusammenstellen. Zu den Höhepunkten zählen die Jesuitenkirche, die mehr als zehn Jahre aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen war, ein Wohnhaus in der Kirchgasse, das demnächst saniert werden soll, sowie verschiedene Angebote im ehemaligen Ursulinenkloster in der Neustadt.
Am Denkmaltag in Landshut gibt es Programmpunkte, die man spontan ohne Anmeldung wahrnehmen kann, und Angebote, bei denen vorab online ein kostenfreies Ticket gebucht werden muss, da die Anzahl der Besucher begrenzt ist.
Das Programm im Überblick
Baudenkmäler ohne Ticket – einfach vorbeikommen!
14 Baudenkmäler können am Denkmaltag ohne vorherige Ticketbuchung besichtigt werden: St. Martin samt Unterkirche, die Schatzkammer der Pfarrei St. Martin, die Jesuitenkirche in der Neustadt, ein Wohnhaus in der Kirchgasse, das Bauzunfthaus, der Dachstuhl des Herzogskastens (heute Postfiliale), die Burg Trausnitz mit Weinkeller, St. Jodok in der Freyung, die Dominikanerkirche am Regierungsplatz, der Röcklturm, die Zisterzienserinnen-Abtei Seligenthal, die Kirche Alt St. Nikola und die Erlöserkirche. In vielen dieser Bauten werden Führungen und Orgelkonzerte angeboten. Auch an diesen kann man ohne Ticket teilnehmen, ebenso bei der Führung mit Uschi Engels-Pöllinger im Hof- und Herzogsgarten.
Baudenkmäler und Angebote für Kinder – Teilnahme nur mit Ticket
Für alle anderen Programmpunkte ist die Online-Buchung eines kostenfreien Tickets zwingend erforderlich. Dies betrifft Führungen im Weißen Turm im Nikolaviertel, im Rottenkolberstadel (heute „kleines theater“), im Ursulinenkloster und der Ursulinenkirche, im Neustadthaus von Fritz und Maria Koenig, im Alten Franziskanerkloster, in der Heiliggeistkirche, im Turm der Kirche St. Jodok, in der ehemaligen Pension Sandner und im Rathausprunksaal.
Für Kinder gibt es heuer drei Angebote, so viele wie noch nie zuvor. Auch für diese ist die Buchung eines kostenfreien Tickets erforderlich. Für Kinder angeboten werden eine Orgelführung in der Dominikanerkirche, eine Führung zu ausgewählten Baudenkmälern in der Innenstadt (mit Puzzlespiel) und ein Tanz-Workshop im ehemaligen Ursulinenkloster.
Informationen:
Insgesamt stehen mehr als 800 kostenfreie Tickets zur Verfügung. Diese können ab 2. September, 10 Uhr, online unter www.landshut.de/denkmaltag gebucht werden. Aufgrund der hohen Nachfrage dürfen pro E-Mail-Adresse insgesamt maximal vier Tickets für das Gesamtprogramm in Landshut gebucht werden.
Überbuchungen werden storniert. Unter www.landshut.de/denkmaltag kann auch das Programmfaltblatt, in dem unter anderem auch die Öffnungs- und Führungszeiten aufgeführt sind, heruntergeladen werden. Die Print-Version des Programms liegt ab 24. August unter anderem in der Tourist-Information im Rathaus, Altstadt 315, aus. Das bundesweite Programm ist in der App der Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu finden.
Hinweise:
Der „Tag des offenen Denkmals“ findet bei jeder Witterung statt. Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr. Eltern haften für ihre Kinder.
Fotos:
- Der denkmalgeschützte Turm des ehemaligen Schlachthofs im Nikolaviertel wurde 2019 bis 2020 kernsaniert und es wurden insgesamt zwölf Nutzebenen eingezogen, die über einen Aufzug und eine Spindeltreppe erschlossen sind. Das Café im Erdgeschoss des Turms und der Platz davor laden zum Verweilen ein. Am Denkmaltag werden insgesamt sieben Turmbesteigungen mit Führung durch die oberen Etagen angeboten. Für diese ist ein Ticket erforderlich. Foto: Johann Dirschl
- Die Landshuter Stadtpfarr- und Kollegiatstiftskirche St. Martin und Kastulus, kurz St. Martin oder Martinskirche, wurde von Baumeister Hans Krumenauer um 1385 als Hallenkirche begonnen und unter maßgeblicher Beteiligung des Hans von Burghausen bis um das Jahr 1500 fertiggestellt. Die Kirche ist am Denkmaltag von 12.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Zwischen 14 Uhr und 16.15 Uhr werden insgesamt vier Führungen durch die sogenannte Unterkirche angeboten. Für diese ist kein Ticket erforderlich. Foto: Pfarrei St. Martin
- Die Erlöserkirche wurde 1962/63 von dem bekannten Architekten Hans Döllgast (1891-1974), auch Architekturlehrer an der Münchener Technischen Universität, erbaut. Am Denkmaltag werden Kirchenführungen für die ganze Familie sowie Kuchen und Getränke angeboten. Zudem findet ein kurzes Orgelkonzert mit der Organistin Ilse Maria Reich statt. Für diese Angebote ist kein Ticket erforderlich. Foto: Thomas Neumeister
- Das Ursulinenkloster ist ein barocker und historisch gewachsener Gebäudekomplex. Die Grundsteinlegung erfolgte in 1671. Der Ursprung des Klosters bildete die schulische Erziehung der Mädchen der Stadt Landshut durch die Ursulinenschwestern. Die heutige Grobstruktur des Klosterkomplexes besteht seit 1896. Am Denkmaltag gibt es im ehemaligen Kloster drei Angebote, für die alle im Vorfeld Ticktes zu buchen sind: eine Führung durch den sanierten Bereich, eine Führung durch die Klosterkirche und ein Tanz-Workshop für Kinder. Foto: Peter Litvai
- Die dreischiffige, spätgotische Hallenkirche Heiliggeist wurde in den Jahren 1407 bis 1461 nach den Plänen des Hans von Burghausen erbaut. Unter dessen Leitung wurde etwa zur gleichen Zeit auch die Martinskirche in Landshut begonnen. Am Denkmaltag bietet Max Tewes von den Museen der Stadt zwei Führungen zur Geschichte des Bauwerks an. Für diese muss vorab ein Ticket gebucht werden. Foto: Max Tewes
- Dr. Susanne Wolf, die Leiterin des Stadtarchivs Landshut, bietet am Denkmaltag eine Führung zu den sichtbaren Grab- und Gedenkinschriften an der Stiftsbasilika St. Martin an. Auch Bildbeischriften und Bauzahlen, die den Baufortschritt an der Martinskirche datieren, sind Teil der Entdeckungsreise, genauso wie eine Einführung in die Entschlüsselung alter Zahl- und Schriftzeichen. Für die Führung muss ein Ticket gebucht werden. Foto: Susanne Wolf








