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Teurer Weg zum U-Bahn-Infocenter

Kostspieliger Zugang zum Informationszentrum der U5-Verlängerung

München (BY). Um die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 vom Laimer Platz nach Pasing zu erhöhen, ließ die Landeshauptstadt München eine dauerhafte Informationseinrichtung auf der Hauptbaustellenfläche errichten. Im sogenannten Infocenter können sich Interessierte jeden Mittwoch zwischen 15 und 19 Uhr über den Fortschritt der Bauarbeiten informieren. Außerdem dient die Einrichtung als Start- und Zielpunkt von Führungen über die Baustelle.

Damit Besucherinnen und Besucher das Infocenter sicher erreichen können, wurde ein rund 26 Meter langer und drei Meter breiter barrierefreier Zugangsweg gebaut – mit einer klaren optischen Abgrenzung zur parallel laufenden Baustelle. Die Kosten für diesen Zugang beliefen sich auf 147.540,20 Euro.

Der Zugang besteht aus einer Holzrahmenkonstruktion mit Metall- und Holzpfosten, von denen jeder zweite mit LED-Beleuchtung ausgestattet ist. Nach Angaben des städtischen Baureferats soll die Konstruktion mindestens zehn Jahre in Betrieb bleiben und möglichst wartungsarm sein.

„Wir freuen uns, dass wir mit dem Infocenter und dem dazugehörigen Zugangsbauwerk einen Ort schaffen konnten, der von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird und als attraktive Informationsquelle zum städtischen U-Bahn-Bau intensiv genutzt wird“, teilt das Baureferat mit. Der Zugang sei zudem so gestaltet, dass er auch außerhalb der Öffnungszeiten als Ausstellungs- und Informationsfläche diene.

Eine spätere Weiterverwendung der Konstruktion sei denkbar, beispielsweise im Rahmen der geplanten U5-Verlängerung von Pasing nach Freiham. Angesichts der Gesamtdauer und des Bauvolumens des Projekts sehe man laut Stadtverwaltung „keine unangemessene Verwendung von Steuermitteln“.


Quelle: Bund der Steuerzahler 


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