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TSV Auloh: Energetische Sanierung senkte Heizenergiebedarf um rund 50 Prozent (Teil 2)

Rückblick auf ein ausgezeichnetes Vorzeigeprojekt – jährlich rund zehn Tonnen CO₂ eingespart

Landshut-Auloh. Was hat die energetische Sanierung des Vereinsheims des TSV Landshut-Auloh tatsächlich gebracht? Die Ergebnisse zeigen, dass sich die damalige Entscheidung ausgezahlt hat. Durch umfangreiche Dämmmaßnahmen und eine moderne Lüftungstechnik konnte der Heizenergiebedarf für Wärme und Warmwasser um rund 50 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig wurden nach damaligen Angaben jährlich etwa zehn Tonnen CO₂ eingespart.

Bereits in einem früheren Beitrag hatte KLARTEXT.la über die Anfänge des Sanierungsprojekts berichtet. Unter dem Titel „Vor 20 Jahren: Wie der TSV Auloh Energiekosten sparen wollte“ wurde die damalige Initiative vorgestellt. Die vorliegenden historischen Unterlagen zeigen nun, welche erheblichen Einsparungen tatsächlich erzielt wurden.

Bereits 2006 hatten die Verantwortlichen des TSV Auloh gemeinsam mit dem Landshuter Umweltzentrum e.V. ein Konzept entwickelt, das nicht nur die Energiekosten senken, sondern auch eine umweltverträgliche Sanierung ermöglichen sollte. Die Arbeiten wurden im Frühjahr 2008 abgeschlossen.

Entscheidend für die Einsparungen waren eine verbesserte Wärmeschutzverglasung, die Dämmung der Außenwände und der Kellerbereiche sowie die Isolierung der obersten Geschossdecken. Ergänzend wurde eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Dadurch konnte der Wärmeverlust des Gebäudes erheblich reduziert werden.

Wie wirkungsvoll die Maßnahmen waren, zeigen auch Wärmebildaufnahmen aus der damaligen Dokumentation. Während vor der Sanierung deutliche Wärmeverluste sichtbar waren, wies das Vereinsheim anschließend nur noch geringe Wärmeabstrahlungen auf.

Die energetische Verbesserung brachte dem Verein nicht nur niedrigere Betriebskosten, sondern auch überregionale Anerkennung. Das Vereinsheim erreichte nach der Sanierung einen Energieverbrauch deutlich unter dem damaligen EnEV-Niveau von 2007 und gehörte damit zu den wenigen Gebäuden in Deutschland, die diesen Standard vorweisen konnten.

Für sein Engagement erhielt der TSV Landshut-Auloh den Umweltpreis 2007 des Landshuter Umweltzentrums, der am 25. Juni 2008 verliehen wurde.

Auch auf politischer Ebene fand das Vorhaben Beachtung. Bereits im Oktober 2006 hatte der damalige bayerische Umweltminister Dr. Werner Schnappauf auf eine Initiative des damaligen Vorsitzenden des Landshuter Umweltzentrums, Rudolf Schnur, reagiert. In einem persönlichen Schreiben würdigte er das Engagement aller Beteiligten und veranlasste die Prüfung möglicher Fördermittel durch sein Ministerium.

Das Projekt zeigt auch zwei Jahrzehnte später, welches Einsparpotenzial in der energetischen Modernisierung bestehender Vereinsgebäude steckt. Die damals dokumentierte Halbierung des Heizenergiebedarfs und die jährliche CO₂-Einsparung von rund zehn Tonnen machen deutlich, dass gezielte Sanierungsmaßnahmen sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch erhebliche Vorteile bringen können.

Quelle: Projektdokumentation „TSV Landshut-Auloh – ein Vorzeigemodell“, Landshuter Umweltzentrum e. V., sowie Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz vom 13. Oktober 2006.

Teil 1 finden Sie unter: „Vor 20 Jahren: Wie der TSV Auloh Energiekosten sparen wollte“

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