Wirtschaftsstaatssekretär übernimmt Verantwortung für das Ministerium – Schwerpunkte für die weitere Arbeit gesetzt
Gotthardt: „Bayerische Wirtschaftspolitik bleibt verlässlich und handlungsfähig“
MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt hat bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Übernahme der Amtsgeschäfte im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie die Kontinuität und Verlässlichkeit der bayerischen Wirtschaftspolitik betont.
Gotthardt: „Der Tod von Hubert Aiwanger trifft uns menschlich tief. Zugleich tragen wir Verantwortung für dieses Ministerium und für Bayerns Wirtschaft. Ich werde die Amtsgeschäfte mit Respekt vor seinem Wirken und mit klarem Blick auf die anstehenden Aufgaben weiterführen. Für Unternehmen, Beschäftigte und unsere Partner gilt: Dieses Haus bleibt handlungsfähig, ansprechbar und verlässlich.“
Für seine Arbeit setzt Gotthardt vier weitere Schwerpunkte:
- Energiewende voranbringen – Versorgung sichern und Energie bezahlbar halten
„Unsere Unternehmen brauchen eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung. Deshalb treiben wir den Ausbau von Windkraft und Netzen voran, setzen uns für zusätzliche gesicherte Kraftwerksleistung ein und kämpfen für eine Zukunft unserer Biogasanlagen. Entscheidend ist, dass Verbesserungen bei den Energiekosten auch tatsächlich bei den Betrieben ankommen.“
- Wohlstand und Arbeitsplätze sichern – Unternehmen bei der Transformation unterstützen
„Wir stehen an der Seite unserer Industrie, unseres Mittelstands und unseres Handwerks. Wir wollen Investitionen erleichtern, Bürokratie abbauen und uns für steuerliche Entlastungen einsetzen. Unser Anspruch ist es, Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze in Bayern zu halten und neue zu schaffen.“
- Modernisierung beschleunigen – Innovationen in wirtschaftlichen Erfolg umsetzen
„Bayern hat die Unternehmen, die Forschungseinrichtungen und die Menschen, um auch künftig wirtschaftlich vorne mitzuspielen. Wir wollen unsere Stärken bei Start-ups, Künstlicher Intelligenz und digitalen Zukunftstechnologien weiter ausbauen. Entscheidend ist der Schritt in die Anwendung: Aus Forschung müssen schneller marktfähige Produkte, Investitionen und Arbeitsplätze werden – und zwar in ganz Bayern.“
- Gemeinsam handeln – in Bayern, Berlin, Brüssel und weltweit
„Ich setze auf einen engen und offenen Austausch mit Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Kammern und Gewerkschaften. Wer investiert und Beschäftigung schafft, muss mit seinen Erfahrungen und Anliegen Gehör finden. Die Interessen der bayerischen Wirtschaft werden wir weiterhin mit Nachdruck in Berlin und Brüssel vertreten – für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und mehr unternehmerischen Freiraum. Zugleich wollen wir internationale Partnerschaften vertiefen, neue Märkte erschließen und uns für freien und fairen Handel einsetzen. Bayerns wirtschaftliche Stärke lebt vom Miteinander und von seiner Offenheit gegenüber der Welt.“
Hintergrund:
Nach dem Tod von Staatsminister Hubert Aiwanger werden dessen Amtsgeschäfte im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie vollumfänglich von Staatssekretär Tobias Gotthardt wahrgenommen. Sollte der Staatssekretär verhindert sein, übernimmt gemäß der Geschäftsordnung der Bayerischen Staatsregierung ein vom Ministerpräsidenten bestimmter Staatsminister die Vertretung. Für das Wirtschaftsministerium ist dies Staatsminister Thorsten Glauber.

