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Asiatische Hornisse: Häufig gestellte Fragen

Merkmale, Lebensweise, Risiken und Management in Deutschland

Die Asiatische Hornisse  (Vespa velutina nigrithorax) stammt ursprünglich aus Südostasien und wurde über Warentransporte nach Europa eingeschleppt. In Deutschland wurde sie erstmals 2014 nachgewiesen. Seit März 2025 gilt sie hier als etabliert und unterliegt keiner Bekämpfungspflicht mehr – dennoch sind Managementmaßnahmen erforderlich.

1. Woran erkennt man die Asiatische Hornisse?
Im Vergleich zur Europäischen Hornisse (Vespa crabro) ist sie dunkler gefärbt, mit schwarz-brauner Brust, gelbem Gesicht und markanten gelben Füßen. Nur das letzte Drittel des Hinterleibs ist gelb-orange. Sie ist kleiner als unsere heimische Hornisse und darf nicht mit der Asiatischen Riesenhornisse (Vespa mandarinia) verwechselt werden, die in Deutschland nicht vorkommt.

2. Lebensweise
Das Hornissenjahr startet im Frühjahr mit dem Bau eines Embryonal- oder Gründungsnestes. Ab Sommer entstehen größere Sekundärnester in Baumkronen, die mehrere Tausend Tiere umfassen können. Im Herbst schlüpfen Geschlechtstiere, Jungköniginnen überwintern, während Arbeiterinnen und Drohnen absterben. Nester werden nicht wieder besiedelt.

3. Warum ein Problem?
Die EU führt die Art seit 2016 auf der Liste invasiver gebietsfremder Arten. Sie kann negative Auswirkungen auf die Biodiversität haben und stellt eine Gefahr für die Imkerei dar: Für die Brut benötigt sie Eiweiß und jagt dafür viele Insekten – insbesondere Honigbienen. Studien zeigen, dass Larveninhalte häufig Bienen, aber auch Fliegen, Käfer, Schmetterlinge und Spinnen enthalten.

4. Vorkommen in Deutschland
Seit ihrem Erstnachweis hat sich die Asiatische Hornisse vor allem im Westen Deutschlands ausgebreitet. Einzelne Funde gibt es mittlerweile auch in Norddeutschland, etwa in Hamburg. Laut Universität Hohenheim können in betroffenen Regionen bis zu 15 Nester pro Quadratkilometer vorkommen – deutlich mehr als bei der Europäischen Hornisse.

5. Managementmaßnahmen
Auch wenn keine Bekämpfungspflicht mehr besteht, gibt es einen Managementplan mit folgenden Elementen:

  • Öffentlichkeitsarbeit und Meldeportale
  • Fang und Beseitigung von Königinnen im Frühjahr
  • Lokalisierung von Nestern
  • Beseitigung von Nestern (mechanisch oder mit Bioziden, nur durch Fachleute)

Fazit: Die Asiatische Hornisse ist in Teilen Deutschlands etabliert und gilt EU-weit als invasive Art. Ziel des Managements ist es, negative Auswirkungen auf Biodiversität und Imkerei zu begrenzen. Sichtungen melden, Bekämpfungsmaßnahmen aus Sicherheits- und Artenschutzgründen ausschließlich geschulten Fachleuten überlassen. 🐝

Weitere Informationen:
🔗 Vergleich Asiatische und Europäische Hornisse
🔗 Bundesamt für Naturschutz – Neobiota
🔗 Universität Hohenheim – Landesanstalt für Bienenkunde


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