Neue Förderung eröffnet Chancen für Tiefengeothermie in Landshut
Stadträte Pauli und Schnur begrüßen KfW-Programm zur kommunalen Wärmeversorgung
Stadträte Pauli und Schnur (FREIE WÄHLER) begrüßen die neue Förderung von Tiefengeothermieanlagen zur kommunalen Wärmeversorgung
Seit Jahren setzen sich die beiden Stadträte Klaus Pauli (Verwaltungsbeirat der Stadtwerke Landshut) und Rudolf Schnur für die Prüfung der Anwendbarkeit der Geothermie in Landshut ein. So haben die beiden zuletzt 2022 gemeinsam eine Entscheidungsmatrix in der die Vor- und Nachteile der angedachten Geothermie-Projekte für Landshut gefordert (siehe Anlage). Der Antrag wurde damals einstimmig angenommen.
Nun eröffnet sich durch den Start des innovativen Förderprogramms von Bundeswirtschaftsministerium, KfW und Munich Re, mit zinsgünstigen Darlehen zur Finanzierung von Tiefengeothermiebohrungen und der Absicherung der Darlehen hinsichtlich des Fündigkeitsrisikos eine hervorragende Gelegenheit für die Stadtwerke Landshut.
Klaus Pauli und Rudolf Schnur begrüßen diese Möglichkeit und weisen darauf hin, dass laut Bekanntmachung Unterlagen zur Vorprüfung ab sofort eingereicht werden können.
Im Dezember startete die KfW in Zusammenarbeit mit Munich Re und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine neue Förderung für den Ausbau der Tiefengeothermie zur kommunalen Wärmeversorgung. Der „KfW-Förderkredit Geothermie“ ist Teil des vom Bundesministerium der Finanzen, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der KfW initiierten Deutschlandfonds.
Das Programm setzt an zwei Punkten an:
1. Einerseits unterstützt es die Finanzierung geothermischer Bohrungen ab 400 Metern Tiefe in Deutschland mit zinsgünstigen Krediten der KfW,
2. andererseits sichert es die Fündigkeitsrisiken aus diesen Bohrungen ab. Munich Re prüft die Projekte auf Versicherbarkeit und Durchführbarkeit.
Die KfW stellt pro Projekt Darlehen von bis zu 25 Millionen Euro mit einer maximalen Laufzeit von fünf Jahren zur Verfügung. Das Darlehen ist durch eine Versicherung bzw. einen Teilschulderlass abzusichern. Der Bund stellt Mittel für die Risikoabsicherung bereit.
Für die Prüfung kann ab sofort eine Projektübersicht eingereicht werden!
Munich Re sichert 30 bis 70 Prozent der Darlehenssumme ab. Für den nicht abgesicherten Teil gewährt die KfW im Schadensfall – beispielsweise bei Nicht-Fündigkeit – einen Teilschulderlass zu den gleichen Bedingungen wie im Versicherungsvertrag.
Dadurch kann der Projektträger bis zu 100 Prozent des Darlehensbetrags absichern.
Die Partner tragen mit der neuen Förderung maßgeblich zum Ausbau der Wärmeinfrastruktur und somit zu einer stabilen Energieversorgung bei. Die KfW erweitert darüber hinaus zeitnah den „Investitionskredit für kommunale und soziale Unternehmen“ um Investitionen in eine effiziente Wärme- und Stromversorgung. Damit ist die Weiterfinanzierung des Baus einer Geothermieanlage nach einer erfolgreichen Bohrung möglich.

