Großer Kampf bleibt unbelohnt
Baskets unterliegen Jahn München nach beeindruckender Aufholjagd 89:98
Die Baskets Vilsbiburg mussten sich im ersten Playoffspiel bei TS Jahn München trotz einer beeindruckenden Aufholjagd mit 89:98 geschlagen geben. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 22 Punkten kämpfte sich das Team von Headcoach Jodi Kreutzer mit viel Herz und Leidenschaft zurück in die Partie – am Ende fehlten jedoch die letzten Körner, um das Spiel komplett zu drehen.
Der Start verlief alles andere als optimal. München fand früh seinen Rhythmus, traf hochprozentig aus der Distanz und setzte sich im ersten Viertel mit 25:18 ab. Besonders in der zweiten Periode gerieten die Baskets ins Hintertreffen: Ein 31:18-Lauf der Hausherren sorgte für einen deutlichen 56:36-Halbzeitrückstand. „Wir haben in der ersten Halbzeit defensiv nicht die Intensität auf das Feld gebracht, die Playoff-Basketball verlangt. München hat das eiskalt ausgenutzt“, analysierte Kreutzer nach der Partie.
Doch was dann folgte, war ein drittes Viertel, das den Charakter dieser Mannschaft eindrucksvoll unterstrich. Angeführt von einem überragenden Waldemar Weber und Vince Garrett, der allein in diesem Abschnitt 14 Punkte erzielte, starteten die Baskets eine leidenschaftliche Aufholjagd. Mit aggressiver Verteidigung, schnellen Ballbewegungen und hoher Energie drehten die Vilsbiburger das Spiel tatsächlich und gingen mit 70:69 in Führung. Jeder Ballbesitz wurde gefeiert, jeder Rebound hart erarbeitet – es war Playoff-Intensität pur.
„Was meine Mannschaft im dritten Viertel aufs Parkett gebracht hat, war absolut beeindruckend. Wir haben gefightet, verteidigt, gereboundet und uns mit purer Willenskraft zurück ins Spiel gearbeitet“, lobte Kreutzer. Gleichzeitig ordnete er ein: „Dieser enorme Kraftakt hat uns am Ende vielleicht ein paar Körner zu viel gekostet. Wir mussten extrem viel investieren, um zurückzukommen.“

Im Schlussviertel zeigte München dann erneut seine Qualität, traf wichtige Würfe und nutzte kleine Unkonzentriertheiten konsequent aus. Mit 29:19 entschieden die Gastgeber die letzten zehn Minuten für sich und sicherten sich letztlich den 98:89-Erfolg. Trotz sieben eigener Dreier und einer starken zweiten Halbzeit reichte es für die Baskets nicht mehr ganz.
„Wir haben Moral bewiesen und Charakter gezeigt. Darauf können wir aufbauen. Jetzt geht es darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen und über 40 Minuten konstant auf diesem Level zu spielen“, so Kreutzer kämpferisch.
Die Serie ist damit keineswegs entschieden. Die Baskets Vilsbiburg wissen, dass sie die Qualität besitzen, München zu schlagen – das dritte Viertel war der beste Beweis dafür. Nun gilt es, am nächsten Sonntag (Spielbeginn 17.00 Uhr) vor heimischem Publikum die Intensität von Beginn an aufs Feld zu bringen und sich für den großen Kampf auch mit einem Sieg zu belohnen und dadurch die Serie auszugleichen.
Für die Baskets punkteten (Punkte/davon Dreier): Kraske Mo , Leierseder (12/1), Maier (2), Urbanke (2), Weber (14), Keber (11), Staffler, Schneider (2), Kraske Ma, Heinrich (7/1), Petric (14/2), Garrett (25/2)

