AllgemeinDaten & FaktenGeschichtePolitikPopulärPortraitSeniorenSozialesStadtgebiet LandshutTermineUmwelt & EnergieWirtschaft und Unternehmenwww.auloh.de

Frauenberg wurde vor 50 Jahren eingemeindet – Bürger stimmten darüber ab

In Memoriam Karl Dengler

Der Frauenberger Chronist Karl Dengler schrieb vor 20 Jahren:

Auloh – Schon seit dreißig Jahren ein Stadtteil Landshuts

Am 16.06.1974 stimmten die Gemeindebürger von Frauenberg und Auloh darüber ab, ob sie für eine freiwillige Eingliederung zur Stadt, oder zur Gemeinde Adlkofen, bzw. für eine weitere Selbstständigkeit sind. Das Ergebnis im Ortsteil Auloh war überwältigend für den Anschluß an die Stadt, nachdem der damalige Auloher Bürgermeister Hans Radlmeier in einem Zeitungsaufruf auch dafür plädiert hatte. Bereits am 1.8.1974 war die Eingliederung perfekt. Vom 31.7. bis 3.8.1975 stand in Auloh ein Bierzelt in dem das Eingemeindungsfest gebührend gefeiert wurde.

Seit dieser Zeit ist der Stadtteil Auloh unaufhörlich weiter gewachsen, sowohl nach Osten als auch nach Westen. Gerade in unseren Tagen ist wieder eine Siedlungserweiterung in der Landshuter Zeitung abgedruckt worden. Östlich der Neißstraße sollen nun auch noch Wohnhäuser wachsen, sogar in diesen finanziell so angespannten Reformzeiten. Waren es am Anfang noch die bestehenden Baulücken, die es zu füllen galt, so sind es später neue Straßenzüge und ganze Neubaugebiete, die zuerst geplant und dann realisiert wurden.

Die Neubebauung in Richtung Osten reicht zwischenzeitlich bis an die Tennishalle Mirlach heran und hat den Abstand zwischen Gretlmühle und Auloh weiter schrumpfen lassen. Auch die Wohnqualität hat sich im Laufe der Zeit entscheidend gebessert.

Zuerst war es die Müllverbrennungsanlage, die den lästigen Schwelbrand auf dem offenen Müllplatz und damit den Gestank in der Siedlung reduzierte. Die Bundeswehrstandortübungsplatz brachte auf dem Truppenübungsplatz eine beschauliche Ruhe. Ein Teil dieses Übungsplatzes wurde sogar Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen- und Tierarten und verschaffte allen Spaziergängern unendlich lange Wanderwege. Der Panzerlärm ist für immer verstummt und die Übungsflüge der Militärmaschinen sind dort beendet.

Seitdem die Stadt eine neue Kläranlage erstellt hat, ist der frühere üble Geruch des Sickergrabens ausgeblieben. Die nach der Eingemeindung erfolgte Staubbefreiung der Ortstraßen und deren späterer Endausbau, sowie der Radlerweg entlang der LAs 14, seien hierbei nicht unerwähnt. Auch die seit der Eingemeindung vorgenommene Stadtbusanbindung hat maßgeblich zur Wohnqualitätssteigerung beigetragen.

Zwei Spielplätze für Kinder und Jugendliche hat Auloh aufzuweisen. Der altbekannte Spielplatz bei der kathol. Kirche hat erst im August 2001 einen weiteren noch viel größeren Bruder bekommen. Der zweite Spielplatz an der Chemnitzer Straße hat ein Areal von 5000 Quadratmetern und einen Geh- und Radweg, den Altenburger Weg, damit die Auloher einen direkten und gefahrenlosen Zugang dazu haben.

Kurz, es hat sich vieles zum Positiven in den letzten 30 Jahren gewandelt. Hinzukommt die allgemeine Aufwertung der Siedlung durch die Nähe zum Stausee, der zu vielseitigen Freizeitaktivitäten – durch die von der Stadt geschaffenen Fußgängerbrückchen (Kurt-Rust-Steg und Erhardi-Steg) – erst richtig anregt. Auch das Naherholungsgebiet in Gretlmühle liegt unmittelbar vor der Haustüre und lädt im Sommer zum Baden ein.

So wird Auloh auch in der Zukunft noch weiter wachsen und gedeihen.

Wer aber glaubt, die Geschichte Aulohs würde nur etwas mehr als dreißig Jahre in die Vergangenheit reichen, der irrt gewaltig.

Sicher ist die Siedlung generell erst nach dem Zweiten Weltkrieg aus kleinen Anfängen entstanden. Auslöser für das enorme Wachstum war zum einen die Hochwasserfreilegung des Siedlungsgeländes durch den Stauseebau (1949 bis 1951) und dem Errichten des Sylvensteinspeichers im Isarwinkel am Oberlauf der Isar (1954).

Zum anderen war der ungeheure Siedlungswille der Flüchtlinge und Vertriebenen nach dem Krieg, durch den Verlust ihrer angestammten Heimat, die Triebfeder für die so notwendige Wohnraumbeschaffung und den Eigenheimbau. 1945 ist aber beim Gang in die Vergangenheit noch lange nicht Halt für die Ortsgeschichte Aulohs. Auloh ist viel älter.

Im Einwohnerbuch von 1936 der Stadt Landshut sind lediglich 11 Personen unter dem Weiler Auloh aufgeführt. Dies beruht darauf, dass in diesem Buch nur die Familienvorstände (ohne Ehefrau und Kinder) oder erwachsene Einzelpersonen zu benennen waren.

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"