Ergänzungsantrag zur Grundschule St. Peter und Paul
Überparteiliche Initiative drängt auf konkrete Schritte bei Finanzierung und Zeitplan
Landshut. Über die baulichen und organisatorischen Probleme an der Grundschule St. Peter und Paul wurde bereits ausführlich berichtet. Im Mittelpunkt standen dabei die seit Jahren geplante, aber bislang nicht umgesetzte Erweiterung und Sanierung der Schule sowie zuletzt der bestätigte Schimmelbefund in einem als Werkraum genutzten Kellerbereich. Mittlerweile liegen Beweise auf weiteren Schimmelbefall auch in den oberen Stockwerken vor.
Ergänzungsantrag konkretisiert Forderungen
Nach dem Sachstandsbericht der Verwaltung und dem ursprünglichen Dringlichkeitsantrag haben Mitglieder des Stadtrates fraktionsübergreifend vor dem am 9.1.2026 stattfindenden Bausenat einen Ergänzungsantrag eingebracht. Dieser richtet den Blick weniger auf die Problembeschreibung als auf die nächsten notwendigen Schritte.
Der Ergänzungsantrag empfiehlt, bereits ab dem Haushalt 2026 entsprechende finanzielle Mittel für die Renovierung und Erweiterung der Grundschule St. Peter und Paul einzuplanen. Zudem soll der Förderantrag nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) umgehend aktualisiert und in überarbeiteter Form bei der Regierung von Niederbayern eingereicht werden.
Ziel: Baubeginn ab 2027 vorbereiten
Weiter wird gefordert, den Beginn der Baumaßnahmen für den Sommer 2027 konkret vorzubereiten und das Projekt (wie bereits früher beschlossen) vorrangig voranzutreiben. Hintergrund ist die anhaltende Raumnot an der Schule, die seit Jahren vierzügig geführt wird, sowie die eingeschränkte Nutzbarkeit einzelner Räume aufgrund baulicher Mängel.
Mit dem Ergänzungsantrag soll aus Sicht der Antragsteller sichergestellt werden, dass nach Jahren der Planung und Verzögerung nun verbindliche finanzielle und organisatorische Voraussetzungen geschaffen werden. Die Entscheidung darüber liegt zunächst beim Bausenat und danach in den kommenden Haushaltsberatungen.
Ergänzungsantrag zum Dringlichkeitsantrag Nr. 719 vom 27.11.2025 zum Bausenat am 09.01.2026
Der frühere Antrag und die Vorlage der Stadt Landshut
Auszug aus der LZ vom 28.10.2025:
Grund für die Vorlage im Bausenat war allerdings der Dringlichkeitsantrag vom 27.11.2025 und die von Stadtrat Rudolf Schnur geforderten Untersuchungen auf Schimmelbelastungen, die schließlich zu einer Sperrung des Werkraumes führten.
Das Umweltbundesamt in seiner Broschüre „Schimmel im Haus“ über die Schädlichkeit von Schimmel:
„…die typischen Symptome allergischer Reaktionen, wie Schnupfen, Niesen, gerötete Augen, Hautausschlag etc. stehen. Die häufigsten bei Schimmelpilzbelastungen im Innenraum beschriebenen Symptome sind unspe-zifisch, so zum Beispiel Bindehaut-, Hals- und Nasenreizungen sowie Husten, Kopfweh oder Müdigkeit.“
Und weiter in der einschlägigen Fachliteratur: Die gesundheitlichen Schäden reichen von allergischen Reaktionen, Asthma und Atemwegsproblemen (Husten, Bronchitis) über Kopfschmerzen und Müdigkeit bis hin zu stärkeren Infektionen und Organschäden bei immungeschwächten Personen. Die Auswirkungen reichen von leichten Reizungen bis zu schweren Krankheiten wie Lungen-Aspergillosen, besonders bei bestimmten Schimmelarten wie Stachybotrys chartarum(schwarzer Schimmel) oder Aspergillus. Auch das allgemeine Wohlbefinden wird durch muffige Gerüche beeinträchtigt.
- Atemwege: Husten, Bronchitis, Asthma, Asthmaanfälle, Reizung der Schleimhäute.
- Allergien: Schnupfen, tränende Augen, Hautausschläge, Ekzeme.
- Allgemeines Wohlbefinden: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme.
- Verdauung: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall (besonders bei Aufnahme von Schimmelgiften).
- Infektionen: Kann bei Vorerkrankungen zu schweren Infektionen in Lunge, Leber oder Bauchfell führen.
- Besonders gefährdete Personengruppen:
- Kleinkinder und ältere Menschen.
- Personen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. durch AIDS, Krebs, Organtransplantationen).
- Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen oder Asthma.
Mögliche langfristige Risiken
- Entwicklung von Allergien und Asthma.
- Schwere Organschäden durch Mykotoxine (Schimmelpilzgifte), insbesondere bei längerer Exposition.
Wichtige Schritte bei Schimmelbefall- Sofort handeln: Entfernen Sie die Ursache der Feuchtigkeit und beseitigen Sie den Schimmel fachgerecht.



