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Die Zukunft der Mobilität in Pfeffenhausen

Der Elektrolyseur in Pfeffenhausen wird künftig unter der Adresse: Wasserstoffzentrum 1 zu finden sein – sehr zur Freude von Landrat Peter Dreier und Bürgermeister Florian Hölzl (beide in der Mitte).

Landrat Peter Dreier und Bürgermeister Florian Hölzl zur Einweihung der grünen Wasserstoff-Erzeugungsanlage
„Ich freue mich, dass trotz aller Herausforderungen der Wasserstoffstandort Pfeffenhausen heute einen gewaltigen Schritt nach vorne macht. Die Wasserstoffversorgung des Areals ist die Basis für das Technologieanwenderzentrum und den kommunalen Gewerbepark. Mein Dank gilt allen Projektbeteiligten, vor allem aber auch der Pfeffenhausener Bürgerschaft. Mit Gemeinsinn und Energie blicken wir in die Zukunft“, so der Bürgermeister Florian Hölzl anlässlich der Einweihung des ersten netzdienlichen Elektrolyseurs an der Schmatzhausener Straße.

Dem pflichtet auch Peter Dreier, Landrat des Landkreises Landshut bei: „Grüner Wasserstoff ist für mich eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft, um die nachhaltige Mobilität von Morgen entwickeln zu können. Wir freuen uns, dass wir als Landkreis Landshut unseren Beitrag zu dieser großartigen Entwicklung leisten können.“ Der Markt Pfeffenhausen und der Landkreis Landshut spielten eine entscheidende Rolle, damit der Elektrolyseur gebaut werden konnte: unter anderem bei Erschließung, Bau-leitplanung und dem Genehmigungsverfahren. Landrat Dreier dankte dabei auch dem Landkreis-Wirtschaftsreferenten Ludwig Götz, der die umfangreichen Anforderungen und Belange dieses zukunftsträchtigen Projektes stets im Sinne der Region ein- und vorangebracht hat.

Dennoch sind sich Bürgermeister und Landrat einig: Der Elektrolyseur kann nur das erste Kapitel in der Geschichte des Wasserstoffs in Pfeffenhausen sein. Entscheidend ist die Errichtung des Wasserstoff- Technologie- und Anwendungszentrum in unmittelbarer Nachbarschaft in unmittelbarer Nachbarschaft. Denn so könnte ein unmittelbarer Technologietransfer stattfinden, es droht kein Reibungsverlust zwischen theoretischer Konzeption und Praxistest. Es soll als eines von bundesweit vier Wasserstoffzentren das Nationale Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff (ITZ) mitbegründen.

Der Landkreis Landshut gehört zu den Gesellschaftern der Hy2Bayern GmbH, die den Elektrolyseur errichtet hat und betreiben wird. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit werden in Pfeffenhausen dann jährlich zwischen 440 bis zu 600 Tonnen grüner Wasserstoff erzeugt. Langfristig soll die Kapazität auf bis zu 1 200 Tonnen steigen. Abnehmer des erzeugten Kraftstoffes sind der Regionalbusverkehr des MVV, das benachbarte Wasserstoffzentrum, bestehende und neue Wasserstofftankstellen in der Metropolregion München, sowie weitere Industrie- und Mobilitäts-Abnehmer in Bayern. Der Strom, der zur Erzeugung des Wasserstoffs benötigt wird, stammt unter anderem von der nahen Photovoltaik-Freiflächenanlage der Bürgerenergie Niederbayern eG.

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