Politik

Bayern baut Erinnerungskultur an historischen NS-Orten weiter aus

Neue Maßnahmen in Flossenbürg, Dachau und Landsberg sollen Bildungs- und Gedenkarbeit langfristig stärken

Die Bayerische Staatsregierung treibt den Ausbau der Erinnerungskultur an zentralen historischen Orten der NS-Verbrechen weiter voran. Im Fokus stehen neue Maßnahmen in Flossenbürg, Dachau sowie am ehemaligen KZ-Außenlager „Kaufering VII“ bei Landsberg am Lech. Grundlage dafür ist das bereits 2020 beschlossene Gesamtkonzept „Erinnerungskultur“.

In der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg soll das frühere Verwaltungs- und Gefolgschaftsgebäude im Bereich des historischen Steinbruchs dauerhaft als Lern- und Erinnerungsort gesichert und weiterentwickelt werden. Ziel ist es, die historische Authentizität des Ortes langfristig zu bewahren und zugleich die Bildungsarbeit für kommende Generationen auszubauen.

Auch in Dachau sind weitere Schritte geplant. Der sogenannte „Kräutergarten“ der ehemaligen SS-Versuchsgüteranstalt, der exemplarisch für Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen steht, soll künftig stärker in die Gedenkstättenarbeit eingebunden werden. Der Freistaat übernimmt dabei die Kosten für notwendige Altlastensanierungen sowie erste Maßnahmen zur erinnerungskulturellen Erschließung. Vorgesehen sind unter anderem ein Besucherrundweg und zusätzliche Informationsangebote vor Ort.

Darüber hinaus bereitet die Staatsregierung die Überführung von Teilen des ehemaligen KZ-Außenlagers „Kaufering VII“ in die Stiftung Bayerische Gedenkstätten vor. Die noch vorhandenen historischen Relikte sollen dauerhaft gesichert und schrittweise zu einem professionellen Lern- und Gedenkort weiterentwickelt werden.

Mit den Vorhaben verfolgt die Staatsregierung das Ziel, historische Orte der NS-Verbrechen zu bewahren, historische Verantwortung sichtbar zu machen und die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus sowie gegen jede Form von Extremismus nachhaltig zu stärken.


Quelle: Bericht aus der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung vom 12. Mai 2026 (Bayerische Staatskanzlei). Eigene redaktionelle Zusammenfassung.

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