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Bleibt Schwaben der tödlich strahlende Atommüll?

Medienmitteilung 4.10.21

Einladung zur Jahreshauptversammlung und zu öffentlichem Vortrag + Diskussion
Freitag, 15. Oktober 2021, ab 19:30 Uhr
89423 Gundelfingen a. d. Donau
Landgasthof Sonne, Hauptstr. 56
Gemeinsame Öffentliche Veranstaltung mit dem Bündnis der Bürgermeister „Atom-müll-Lager in Nordschwaben – nein danke!“ e.V.
Vortrag Dipl.-Ing. Michael Sailer:
„Bleibt Gundremmingen der tödlich strahlende Atommüll? Stand der Endlagersuche“

An keinem anderen Ort in Deutschland lagert so viel Atommüll wie in Gundremmingen. Und das oberirdisch gefährlich! Das Ende dieser Zwischenlagerung ist nicht absehbar, denn Länder wie Bayern und hunderte Orte und Landkreise in Deutschland erklären: Wir lehnen ein Endlager bei uns ab. 

Zwei Jahreshauptversammlungen werden parallel in Gundelfingen stattfinden. Vom Bündnis der Bürgermeister „Atommüll-Lager in Nordschwaben – nein danke!“ und der Bürgerinitiative „FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik“ e.V.

Die zwei Organisationen laden gemeinsam zu einer anschließenden öffentlichen Veranstaltung zu Schwabens wichtigstem Zukunftsthema ein. Bisher dämmert noch zu wenigen, welche Gefahren uns aus einer weiteren jahrzehntelangen oberirdischen Lagerung von Stoffen drohen, von denen es heißt: Das Einatmen von nur einem Millionstel Gramm Plutonium verursacht wahrscheinlich Lungenkrebs. Und in Gundremmingen lagern heute schon im Castorlager („Zwischenlager“), den Abklingbecken und dem Block C zusammen rund 15.830 kg Plutonium.

Weiterer Gundremminger Atommüll ist im niedersächsischen Gorleben (1 Castor plus verglaste Gundremminger Abfälle aus La Hague, wo das Plutonium abgetrennt worden ist), im westfälischen Ahaus (3 Castoren) und noch in den französischen und englischen Plutoniumfabriken La Hague sowie Sellafield. Hinzu kommen noch „kleinere Mengen“ in Greifswald/Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) und Schweden.

Der Referent Michael Sailer hat als Nuklearexperte 39 Jahre beim Ökoinstitut gearbeitet. Nebenamtlich war er von 1999 bis 2014 Mitglied und davon auch 4 Jahre Vorsitzender der Reaktorsicherheitskommission des Bundesumweltministeriums. Auch war er von 2008 bis 2019 Vorsitzender der Entsorgungskommission des Bundesumweltministeriums und dort Mitglied im Ausschuss Endlagerung.

Die neu gewählten Bundestagsabgeordneten Nordschwabens und Ulms wie auch viele Bürgermeister sind eingeladen worden.

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