Totengedenken der Landsmannschaft Schlesien
Bewahrung des Erbes angemahnt

Dekanin Dr. Nina Lubomierski begleitete das Totengedenken der Schlesier.
Der Tradition folgend hielt die Landsmannschaft Schlesien, Nieder- und Oberschlesien Landshut e. V., am Totensonntag eine Feier zum Gedenken der Toten. Die Schlesische Gedenkstätte auf dem Hauptfriedhof war dafür der geeignete Ort.
Die musikalische Umrahmung gestaltete eine Bläsergruppe der Siebenbürger Sachsen. Dekanin Dr. Nina Lubomierski begleitete die Feier mit Wort und Gebet. Das Gedenken an die Toten wird aufgrund eines Dekretes von Preußen-König Friedrich II. unter anderem für seinen Machtbereich im überwiegend evangelischen Niederschlesien und nun als Tradition fortgeführt.
Der Vorsitzende Franz Prokosch widmete das Gedenken denen, die im Tod vorausgegangen sind und der Erinnerung an die schlesische Heimat. „Auch wenn wir Schlesien verloren haben, bleibt es doch tief in unseren Herzen verwurzelt“. Der Verlust der Heimat, der durch Krieg und Vertreibung ausgelöst wurde, sei schmerzlich. Doch gerade an diesem Tag werde bewusst, wie wichtig es ist, das Erbe der Schlesier zu bewahren. Kultur, Sprache, Traditionen, sie lebten in den Schlesiern weiter und sollten von ihnen in die Zukunft getragen werden.
Dekanin Dr. Lubomierski erinnerte an ihre eigenen schlesischen Wurzeln. Sie stellte die Frage, wie wir das behandeln, was wir geerbt haben. Dies gelte auch für die Demokratie und für Sicherheit und Stabilität. Dabei klammerte die Dekanin die Frage nicht aus, wie die Kirche mit ihren eigenen Gebäuden umgeht. Jeder müsse sich die Frage stellen „Was machen wir, um das Erbe der Generationen vor uns zu bewahren?“

