Finanzen

Steuerlast in Deutschland: Arbeitnehmern bleibt weniger als die Hälfte

Studie sieht Deutschland bei Abgaben für Singles international auf Platz zwei

Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler bleiben einem durchschnittlichen Arbeitnehmer-Haushalt von jedem verdienten Euro nur 47,1 Cent. 52,9 Cent fließen an den Staat. Singles sind demnach sogar noch stärker belastet.

Hintergrund ist die aktuelle OECD-Studie „Taxing Wages“, in der Deutschland bei der Belastung von Singles durch Steuern und Abgaben im internationalen Vergleich von 38 Staaten den zweiten Platz belegt. Während der OECD-Durchschnitt bei 35,1 Prozent liegt, kommt Deutschland auf 49,3 Prozent.

Der Bund der Steuerzahler spricht deshalb von einem Hochsteuerland und fordert Reformen bei der Einkommensteuer. Nach dem eigenen Reformmodell des Verbands würde ein Single mit einem Jahresbrutto von rund 50.000 Euro um etwa 1.000 Euro pro Jahr entlastet. Zudem soll der Spitzensteuersatz von 42 Prozent erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 100.000 Euro greifen – statt wie bisher bei knapp 70.000 Euro.

Unter dem Motto „Mehr Netto vom Brutto“ setzt sich der Verband nach eigenen Angaben für eine spürbare Entlastung ein und informiert in Webinaren über legale Möglichkeiten zur steuerlichen Optimierung für Arbeitnehmer und Unternehmer.

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Quelle: Bund der Steuerzahler


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