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Spezialisten immer gesucht

Mitarbeitermangel Hauptthema bei Betriebsbesuch der PEFRA AG durch Landrat Peter Dreier

Geschäftsführer Johann Kaltenhauser (vorne links) Landrat Peter Dreier (vorne rechts), Echings Bürgermeister Max Kofler und dem Wirtschaftsreferen-ten des Landkreises, Ludwig Götz (beide hinten).

Wer in den Urlaub fliegt, der kommt an den Fahrzeugen „made in Eching“ nicht vorbei: Die PEFRA AG hat sich auf die Fertigung individueller Transportsysteme für Flurför-derzeuge, Elektrotransporter, -fahrzeuge, -schlepper sowie Industrie- und Schwer-lastanhänger spezialisiert. Ihre Produkte sind aus großen Bahnhöfen, Flughäfen, Hä-fen, in Kur- und Freizeitparks aber auch der Bau- und Automobilindustrie nicht mehr wegzudenken und international vertreten. Landrat Peter Dreier hat das Werk in Eching, gemeinsam mit dem Landkreis-Wirtschaftsreferenten Ludwig Götz und Echings Bürgermeister Max Kofler besucht.

Bereits seit 1994 ist PEFRA im Gewerbegebiet Weixerau in der Gemeinde Eching ansässig – zuvor agierte das Unternehmen seit seiner Gründung in den 1940er-Jahren von Moosburg aus, erklärten Geschäftsführer Johann Kaltenhauser und Prokuristin Martina Stärk den Gästen. Eines der entscheidenden Probleme sei – wie bei so vielen mittelständischen Handwerks- und Industriebetrieben – der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern.

Aufgrund dessen sei die Firma gezwungen, auch Aufträge abzulehnen: weil schlichtweg die Kapazitäten fehlen, um diese auch abarbeiten zu können. Fachkräfte sind in einer Manufaktur, die überwiegend Sonderanfertigungen bearbeitet, die wichtigste Ressource, erklärte Geschäftsführer Kaltenhauser. Leider ist es für die Firma mittlerweile auch nicht mehr möglich, im Betrieb technisch auszubilden, weil Potential an jungen Menschen fehle. Gleichwohl weist die Firma mit ihren rund 50 Mitarbeitern eine sehr junge Altersstruktur auf.

Großes Interesse zeigte die Firma PEFRA an der langfristigen Ausstattung ihrer Fahrzeuge mit einem Wasserstoff-Antrieb. Aktuell ist hier noch Elektrotechnik im Einsatz. Hier braucht es eine lösungsorientierte Zusammenarbeit, um die Verbindung der H2-Technologie zu eigenen Produkten zu schaffen – zumal der Landkreis Landshut mit dem Wasserstoff Technologie- und Anwendungszentrum, das mittelfristig in Pfeffenhausen entstehen soll, eine Vorreiter-Rolle einnimmt.

Landrat Peter Dreier bedankte sich für die interessanten Einblicke in das spezialisierte Unternehmen und die Herausforderungen, mit denen mittelständischen Betrieben aktuell konfrontiert sind: „Die überbordende Bürokratie ist ein Thema, das wir unbedingt schnell lösen müssen – in der Wirtschaft, aber auch für uns in der Verwaltung.“

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