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Soziale Lösungen für zentrale Zukunftsfragen

Im restlos gefüllten Jagerwirt referierte der Münchner Klimaschutzexperte Dr. Michael Stöhr beim ökologischen Aschermittwoch der Ergoldinger ÖDP über Lösungsansätze zu zentralen Zukunftsfragen. Die Menschheit, so Dr. Stöhr, habe bereits mehrere planetare Grenzen unwiderruflich überschritten: Der Verlust der Artenvielfalt ist unumkehrbar. Mikroplastik reichert sich in der Nahrungskette und dadurch auch in unseren Körpern an. Böden trocknen aus, insbesondere auch in Deutschland. Stickstoff und Phosphor reichern sich in Böden und Gewässern an. Die Klimaerwärmung wird selbst im besten Fall zu einem Meeresspiegelanstieg um mehrere Meter führen. Die Folgen dieser weltweiten Veränderungen werden für alle Menschen gravierend. Besonders sind davon ärmere Menschen betroffen, die sich eine Anpassung des Lebensstils nicht leisten können. Gleichzeitig sind vor allem reiche Menschen für einen Großteil der CO2 – Emissionen verantwortlich.

Die Politik der ÖDP zielt darauf ab, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen. „Wir fordern seit jeher eine ökologisch-soziale Steuerreform! Wer die Umwelt belastet und Ressourcen verbraucht muss zahlen. Im Gegenzug muss Arbeit steuerlich entlastet werden“, so Dr. Stöhr. „Ein begrenzter Planet lässt kein unbegrenztes Wachstum zu. Die ÖDP ist die einzige Allgemeinwohl-Partei, die für das Wohlergehen aller Menschen kämpft. Alle anderen Parteien machen Politik zu Gunsten der Gewinnmaximierung einiger weniger.“

Die Ampel-Regierung muss endlich das Klimageld einführen, so eine weitere Forderung des ÖDP Experten. Als Schlüssel für den sozialen Ausgleich sieht Stöhr die Gründung von Energiegemeinschaften nach EU-Recht. Die Energieversorgung muss regional und nachhaltig durch kleine Erzeugergemeinschaften auf Quartiersebene erfolgen. Dadurch lässt sich eine CO2-freie und stabile Strom- und Wärmeversorgung zu bezahlbaren Kosten umsetzen, erläuterte der promovierte Physiker.

Um die ökologische Politik in Europa voranzutreiben kandidiert Dr. Michael Stöhr als bayerischer Spitzenkandidat für das Europaparlament. Als international tätiger Projektleiter und Berater in Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsprojekten hat Stöhr bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission. Insbesondere die Themen Energieversorgung und Klimaschutz wird Stöhr nach dem Einzug in das Europäische Parlament bearbeiten und vorantreiben. Im Anschluss an den spannenden Vortrag fand ein reger Austausch zwischen dem Referenten und den Zuhörern statt.

„Die ÖDP hat die richtigen Antworten auf die wichtigen Fragen unserer Zeit“, fasst Ortsvorsitzender Dr. Max Huber den gelungenen Abend zusammen.

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