OB Alexander Putz verabschiedet Stadtdirektor Andreas
Bohmeyer und Stadtwerke-Leiter Armin Bardelle
„Schweren Herzens“ hat Oberbürgermeister Alexander Putz am Freitag zu Beginn der
Plenarsitzung zwei Referenten verabschiedet. Beide standen viele Jahre im Dienst der
Stadt. Stadtdirektor Andreas Bohmeyer geht in den Ruhestand. Stadtwerke-Leiter
Armin Bardelle verlässt die Stadt auf eigenen Wunsch, um sich einer neuen
beruflichen Herausforderung zu widmen.
Fast 25 Jahre lang war Andreas Bohmeyer in seiner jetzigen Position. „Kaum ein aktives
Stadtratsmitglied kann sich noch an eine Zeit ohne Andreas Bohmeyer als Stadtdirektor und
Chef des Hauptamts erinnern“, sagte OB Putz. Einen ersten beruflichen Berührungspunkt zu
seiner späteren Wirkungsstätte hatte er bereits nach seinem Jurastudium, als er während
des Referendariats in Landshut auch in der Stadtverwaltung arbeitete. Nach der 2.
Staatsprüfung kehrte er dann zur Stadt zurück. Im Juli 1987 fing er als Jurist im Rechtsamt
an. Nach raschen Beförderungen – 1989 zum Rechtsrat und knapp anderthalb Jahre später
zum Oberrechtsrat – wurde Bohmeyer nach dem plötzlichen Tod des damaligen
Hauptamtsleiters Dieter Stetter mit Wirkung zum 3. Februar 1998 von Altoberbürgermeister
Josef Deimer zum Hauptamtsleiter und Koreferenten bestellt. Zum 1. November 1998
erfolgte dann die Beförderung zum Rechtsdirektor und zum 1. November 2005 – dann schon
unter dem damaligen Oberbürgermeister Hans Rampf – die Ernennung zum Stadtdirektor.
„Seine äußerst vielfältigen, fordernden und verantwortungsvollen Führungsaufgaben übt Herr
Bohmeyer bis heute mit großer Fachkompetenz, bemerkenswerter Souveränität und
vorbildlichem persönlichen Einsatz aus. Dafür genießt er im Stadtrat, aber auch in der
Stadtgesellschaft höchsten Respekt“, betonte der Oberbürgermeister. Mit seinem Eintritt in den Ruhestand Ende Februar gehe eine Ära zu Ende, ergänzte Putz und sagte an Bohmeyer gewandt: „Du hast die Erfolgsgeschichte der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten als ihr ranghöchster Verwaltungsbeamter maßgeblich mitgeprägt und darfst voller Stolz auf eine erfüllte berufliche Karriere zurückblicken. Als Oberbürgermeister stelle ich, sicherlich auch im Namen des gesamten Gremiums, dankbar fest: Stadtdirektor Andreas Bohmeyer hat sich um das Wohl der Stadt Landshut verdient gemacht.“
Bleibendes hinterlässt auch Armin Bardelle, dessen Zeit als Leiter der Stadtwerke mit Ablauf dieses Jahres endet. Von den Weichenstellungen, die er in den vergangenen elf Jahren vorgenommen habe, werden die Stadtwerke auch in Zukunft noch profitieren, ist sich Oberbürgermeister Alexander Putz sicher. Für Bardelles beruflichen Wechsel aus familiären Gründen habe Putz zwar Verständnis, wollte aber nicht verhehlen, dass er ihn gern weiter an der Spitze der Stadtwerke gesehen hätte: „Mit ihm verlieren wir zu meinem großen Bedauern einen weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannten und höchst respektierten Experten. Herrn Bardelle ist es gelungen, die Position unserer Stadtwerke als lokalem Energieversorger in einem immer härter werdenden Wettbewerb gegen überregionale Konkurrenz, insbesondere von Großkonzernen, glänzend zu behaupten und dadurch auch wirtschaftlich in ruhiges Fahrwasser zu steuern.“
Gleichzeitig sei unter Bardelles Führung der kontinuierliche Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben worden mit dem Ziel, die Stadt dadurch bis 2037 energieautark zu machen. Das öffentlich bekannteste Beispiel dafür ist, neben dem weithin sichtbaren Windrad von Weihbüchl, die 2012 – also zu Beginn von Bardelles Zeit als Werkleiter – vollzogene Umwandlung der ehemaligen Müllverbrennungsanlage in ein Biomasseheizkraftwerk und der Aufbau des Fernwärmenetzes Landshut Ost, das heute bis in die Innenstadt gewachsen ist und über das mittlerweile mehrere 1000 Haushalte mit Heizwärme und Strom versorgt werden. So hinterlasse Armin Bardelle seinem Nachfolger „ein bestens bestelltes Haus“.
Als kleine Anerkennung für die langjährigen Verdienste überreichte der Oberbürgermeister den beiden scheidenden Referenten eine Urkunde und ein Weinpräsent.

