Mehr Respekt und höhere Löhne für Reinigungskräfte in Landshut gefordert
IG BAU sieht Handlungsbedarf bei Bezahlung und Altersabsicherung
Sie sorgen dafür, dass die anderen ein „sauberes Leben“ haben: Reinigungskräfte haben
einen „Respekt- und Lohn-Schub“ verdient, fordert die IG BAU Niederbayern zum „Tag
der Gebäudereinigung“.
Für Anerkennung und gegen Altersarmut: Gebäudereiniger in Landshut erwarten einen „Respekt- und Lohn-Schub“
Sie sorgen für saubere Büros, Schulen und Altenheime: Rund 860 Gebäudereiniger arbeiten in Landshut. Doch laut IG BAU Niederbayern fehlt es in der Branche häufig an Anerkennung und an einer angemessenen Bezahlung. Zum „Tag der Gebäudereinigung“ am 15. Juni fordert die Gewerkschaft daher einen deutlichen „Respekt- und Lohn-Schub“ für die Beschäftigten.
„Wer ein Leben lang dafür sorgt, dass die anderen ein ‚sauberes Leben‘ haben, der darf am Ende nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein“, betont David Tabach, Vorsitzender der IG BAU Niederbayern. Die Arbeit im Reinigungsgewerbe sei für das Funktionieren des Alltags unverzichtbar, werde jedoch oft schlecht entlohnt.
Besonders kritisch sieht die IG BAU die Perspektiven im Alter: Eine Reinigungskraft müsse beim aktuell üblichen Lohnniveau rechnerisch über 70 Jahre arbeiten, um eine durchschnittliche Rente zu erreichen. Damit drohe vielen Beschäftigten Altersarmut.
Die Gewerkschaft appelliert deshalb an die Bundestagsabgeordneten aus der Region, bei der anstehenden Rentenreform gegenzusteuern. Gleichzeitig fordert sie für die kommende Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk ein deutliches Lohnplus.
In Landshut sind laut Arbeitsagentur rund 23 Unternehmen im Bereich Gebäudereinigung tätig. Die IG BAU sieht hier die Arbeitgeber in der Verantwortung, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Leistungen der Beschäftigten stärker anzuerkennen.

