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VdK-Umfrage: Menschen mit Behinderungen fühlen sich politisch kaum vertreten

63% Prozent fühlen sich politisch schlecht vertreten

Berlin, August 2025 – Eine aktuelle Befragung im Auftrag des Sozialverbands VdK zeigt alarmierende Ergebnisse: 63 Prozent der Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen fühlen sich von der Politik schlecht vertreten, wenn es um ihre Belange zur Barrierefreiheit geht. Grundlage ist eine Civey-Umfrage unter 1.000 Personen mit dauerhaften körperlichen Einschränkungen (Befragungszeitraum: 31. Juli bis 3. August 2025).

Größte Barrieren im Alltag
Mehr als 40 Prozent der Befragten sehen die größten Hürden im Bereich Mobilität – dazu zählen fehlende Aufzüge, unlesbare Fahrpläne oder nicht barrierefreie Ticketautomaten. Knapp 30 Prozent nennen den Freizeitbereich (Kino, Theater etc.), 17,4 Prozent den Arbeitsplatz. Auch beim Einkaufen (16,2 %), bei offiziellen Terminen (14,4 %) und im Wohnen (12,8 %) erleben Menschen mit Behinderungen massive Einschränkungen.

Politische Vertretung mangelhaft
Lediglich 2,2 Prozent fühlen sich sehr gut, 14,1 Prozent eher gut vertreten. Dagegen geben 25,5 Prozent an, eher schlecht vertreten zu sein, 37,3 Prozent fühlen sich sogar sehr schlecht vertreten. Damit bescheinigt die Mehrheit der Politik ein gravierendes Defizit beim Thema Inklusion und Barrierefreiheit.

VdK-Präsidentin Bentele: „Ein Armutszeugnis für Deutschland“
„Millionen Menschen spielen auf der politischen Agenda keine Rolle“, kritisiert VdK-Präsidentin Verena Bentele. Sie erinnert daran, dass die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) ausgeblieben sei: „Das hätte vielen Menschen den Weg zu mehr Teilhabe bereitet. Dass dieses Reformversprechen auf sich warten lässt, ist eine herbe Enttäuschung für rund 7,9 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung.“

Forderung nach verbindlicher Strategie
Der VdK fordert klare gesetzliche Vorgaben auch für private Anbieter sowie eine umfassende politische Strategie zur Barrierefreiheit. Ziel müsse eine inklusive Gesellschaft sein, in der gleichberechtigte Teilhabe selbstverständlich ist.

Quelle: Sozialverband VdK Deutschland, Umfrage mit Civey, 31.07.–03.08.2025 (zum vollständigen Bericht)

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