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Leserbrief „Grün-Phobie als Wahlkampf“: Jutta Widmann bezieht Stellung

Freie Wähler stellen Slogan – zum Stadthaushalt 2026 klar

Auslöser der aktuellen Debatte ist ein Leserbrief in der heutigen Tageszeitung von Marek Cina unter dem Titel „Grün-Phobie als Wahlkampf: Wer bremst hier die Zukunft?“. Darin kritisiert er unter anderem die Wahlkampfaussage der Landshuter Freien Wähler „Wer schwarz wählt, bekommt grün“. Dieser ersetze aus seiner Sicht „Argumente durch Stimmung“ und „suggeriert, dass eine moderne, klimafeste Stadtentwicklung etwas Negatives sei.“

Cina betont in seinem Leserbrief außerdem die Bedeutung von Maßnahmen für eine lebenswerte Stadt – etwa mehr Grünflächen, bessere Aufenthaltsqualität, sichere Wege und kulturelle Infrastruktur. Gleichzeitig wirft er den Freien Wählern vor, dass diese wegen der Unterstützung der Westtangente ein aus seiner Sicht „extrem teueres Straßenprojekt ohne langfristigen Mehrwert vorantreibt“.

Auf diesen Leserbrief reagiert nun die Kreisvorsitzende Jutta Widmann, MdL, mit einer ausführlichen Stellungnahme. In ihrem Schreiben stellt sie klar, dass sich der Slogan „Wer schwarz wählt, bekommt grün“ ausschließlich auf die Landshuter Haushaltspolitik und den Stadthaushalt 2026 beziehe und nicht auf klimapolitische Fragen.

Erwiderung zum Leserbrief „Grün-Phobie als Wahlkampf“:

Sehr geehrter Herr Cina,

Die Aussage „Wer schwarz wählt, bekommt grün“ hat nichts mit dem Klimawandel zu tun. Sie bezieht sich ausschließlich auf die Haushaltspolitik. In den ersten Beratungen haben CSU und Grüne deutlich gezeigt, welche Schwerpunkte sie setzen – und aus unserer Sicht sind es die falschen.

  • Schon wieder werden neue Planungskosten für das Stadttheater beschlossen, ohne dass endlich konkrete Sanierungsmaßnahmen beginnen – getragen von Schwarz-Grün.
  • Der Abriss des Gasthofs zur Mühleninsel und die Unterstützung eines überdimensionierten Neubaus – ebenfalls getragen von Schwarz-Grün.
  • Die Zweckentfremdung der Stellplatzrücklage – wieder getragen von Schwarz-Grün.

Gleichzeitig hört man kein Wort zur Schuldentilgung. Es fehlt eine vernünftige Wirtschaftspolitik, die Einnahmen für die Stadt generiert und Arbeitsplätze schafft. Wer immer nur von mehr Schatten, mehr Bäumen, frischer Luft und einer starken Kultur spricht, ohne die wirtschaftlichen Grundlagen im Blick zu behalten, hat die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht verstanden.

Wir Freie Wähler setzen hier andere Prioritäten: Pflichtaufgaben vor freiwilligen Leistungen.

Für uns steht an erster Stelle die Sanierung der Grundschule Peter und Paul – und zwar in allen drei Bauabschnitten. Wir wollen einen Neubau des städtischen Schwimmbads oder zumindest eine rasche, umfassende Sanierung sowie eine Einhausung des 50-Meter-Außenbeckens.

Und zur Westtangente: Die Planungsmittel kommen vom Freistaat und belasten den städtischen Haushalt nicht. Diese Straße wird gebraucht – zur Entlastung der Innenstadt und für eine zusätzliche Isarquerung. Das haben die Bürgerinnen und Bürger im Bürgerentscheid klar erkannt. Es wäre wünschenswert, wenn diese Entscheidung und die Realität nun auch endlich anerkannt würden, auch von denen, die sie politisch nie wollten.

Gez. Jutta Widmann, MdL und 3.Bgm.

Quelle: Leserbrief „Grün-Phobie als Wahlkampf: Wer bremst hier die Zukunft?“ von Marek Cina, veröffentlicht in der Landshuter Zeitung am 04.03.2026. (Die Landshuter Zeitung veröffentlicht vor der Wahl am 8.3.2026 keine kommunalpolitischen Leserbriefe mehr)

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