Flughafen München nimmt zwei Großbatteriespeicher in Betrieb
Die Anlagen speichern Solarstrom aus der Photovoltaikanlage beim Besucherpark – bis 2029 sind weitere Batteriespeicher mit bis zu 50 Megawattstunden Kapazität geplant
Der Flughafen München erweitert seine Energieinfrastruktur und hat zwei Großbatteriespeicher in Betrieb genommen. Die Anlagen speichern Solarstrom aus der Freiflächen-Photovoltaikanlage beim Besucherpark. Sie sollen einen Beitrag zur Netzstabilität und zur Energiewende leisten.
Die beiden Speicher verfügen zusammen über eine Leistung von 3,44 Megawatt und eine Speicherkapazität von 6,88 Megawattstunden. Sie bilden den ersten Schritt beim Aufbau eigener Speicherkapazitäten des Flughafens.
Solarstrom speichern und bei Bedarf nutzen
Die Batteriespeicher unterstützen die Integration erneuerbarer Energien. Sie gleichen kurzfristige Schwankungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch aus, nehmen überschüssige Energie auf und stellen sie bei Bedarf wieder bereit. Dadurch kann selbst erzeugter Solarstrom auch dann genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint.
„Mit den neuen Batteriespeichern gehen wir einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zum Aufbau eigener Speicherkapazitäten. Wir stabilisieren das Stromnetz, indem wir selbst erzeugten Strom nutzen und zwischenspeichern“, erklärt Thomas Wurm, Leiter Energieversorgung, Fernwärme und -kälte bei der Flughafen München GmbH.
Weitere Speicher bis 2029 geplant
Der Flughafen München plant bereits den weiteren Ausbau seiner Energieinfrastruktur. In Verbindung mit zusätzlichen Photovoltaikanlagen am Erdinger Nordwall und im Osten des Flughafengeländes sollen bis 2029 schrittweise weitere Batteriespeicher entstehen. Vorgesehen sind zusätzliche Speicherkapazitäten von bis zu 50 Megawattstunden.
Mit dem Ausbau will der Flughafen mehr Möglichkeiten schaffen, selbst erzeugten Solarstrom zu speichern und bedarfsgerecht einzusetzen.

