BBU: Sofortige Stilllegung aller AKW und Atomanlagen
Erdbeben in Tschechien / 13 Jahre nach Fukushima
(Bonn / Berlin, 11.03.2024) Anlässlich des 13. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan, 11. März 2011) bekräftigt der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) seine Warnung vor jeglicher Nutzung der Atomenergie. Dabei fordert der BBU den Sofortausstieg aus der Nutzung der Atomenergie in der Bundesrepublik und auch international. Sorgen bereitet dem BBU dabei auch aktuell das Erdbeben, das sich vor wenigen Tagen in der Nähe des AKW Temelin (Tschechien) ereignet hat. „Die Atomindustrie muss international
gestoppt werden. Und nach der Stilllegung der Atomkraftwerke in der Bundesrepublik müssen auch die Uranfabriken in Gronau und Lingen vom Netz genommen werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Außerdem muss der Neubau von Atomkraftwerken in Frankreich, in den Niederlanden und anderswo verhindert werden.
Informationen zum Erdbeben in Tschechien:
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/erdbeben-in-der-naehe-des-akw-temelin;art4,3929149
Zahlreiche Initiativen und Verbände erinnern rund um den Fukushima-Jahrestag am 11. März (heute) auch in diesem Jahr mit Aktionen und Veranstaltungen an die Fukushima-Katastrophe und fordern einen umfassenden Atomausstieg. Betont wird dabei auch, dass kein weiterer Atommüll produziert werden darf. Schon für den vorhandenen Atommüll gibt es weit und breit kein sicheres Endlager.
In Lingen wird heute direkt am Jahrestag von Fukushima (Montag) mit einer Mahnwache die Forderung nach Stilllegung der dortigen Brennelementefabrik bekräftigt (18 Uhr, vor dem Alten Rathaus / Marktplatz Lingen). In Mosbach, in der Nähe des stillgelegten AKW Obrigheim, findet heute um 17.30 Uhr eine Mahnwache auf dem Kirchplatz statt. Viele weitere Mahnwachen und Informationsveranstaltungen runden bundesweit anlässlich des Fukushima-Jahrestages die Aktivitäten ab. In mehreren Städten wurde bereits in den letzten Tagen mit verschiedenen
Aktionen an Fukushima erinnert. So wurde auch mit einer Mahnwache am 3.3. in Gronau die Stilllegung der Urananreicherungsanlage gefordert. International wird am Dienstag, 12. März, mit einer Menschenkette in
Straßburg vor dem Europaparlament demonstriert. Das Motto lautet: „Wir zeigen der Atomkraft die rote Karte“.
Eine Übersicht mit Details zu diesen und weiteren Aktionen zum Fukushima-Jahrestag findet man unter
https://www.bbu-online.de/Termine/Termine.htm(Die Übersicht wird weiterhin aktualisiert).
Für den BBU ist es dreizehn Jahre nach Fukushima und rund 38 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl (26. April) wichtig, dass die Atomkatastrophen und ihre anhaltenden Folgen nicht in Vergessenheit geraten. Und es muss endlich die einzige vernünftige Konsequenz gezogen werden: Die Stilllegung aller AKW und Atomfabriken. Weltweit.
Udo Buchholz betont, dass die Bundesregierung sowie die zuständigen Landesregierungen in der Verantwortung sind. Sie müssen grenzüberschreitend die Bevölkerung vor den Gefahren internationaler Atomkraftwerke schützen und auch die Betriebsgenehmigungen der Uranfabriken in Gronau und Lingen aufheben. Der Nuklearbrennstoff, der
dort produziert wird, dient dem Weiterbetrieb von Atomkraftwerken in aller Welt. „Das ist nicht hinnehmbar“, so der BBU. Und: „Die drohenden Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus dürfen nicht durchgeführt werden. Zudem müssen alle Nuklearexporte und Uranimporte sowie jegliche Atomgeschäfte mit Russland unterbunden werden.“
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Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

