Barrierefreie Buswendeschleife in Ochsenfurt unbrauchbar – längere APG-Busse passen nicht durch
Versetzen des Fahrradunterstands schafft Wendekreis – Kosten: 23.747,34 Euro
In Ochsenfurt (BY) wurde in den Jahren 2023 und 2024 im Stadtteil Goßmannsdorf in der Nähe des Bahnhofs eine neue Buswendeschleife mit barrierefreier Haltestelle errichtet, um den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern und die Integration von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Doch nach Fertigstellung stellte sich heraus, dass die Anlage von den neu angeschafften barrierefreien Bussen der Allgemeinen Personennahverkehrs GmbH (APG) nicht ordnungsgemäß genutzt werden konnte.
Die neuen APG-Busse waren länger als die bisherigen Fahrzeuge und benötigten einen größeren Wendekreis, sodass ein Durchfahren der Schleife nicht möglich war. Zusätzlich behinderten die Busse beim Rangieren einen direkt an der Wendeschleife platzierten Fahrradunterstand. In der Folge war ein reguläres Anfahren der Haltestelle von August bis November 2024 nicht möglich.
Der Erste Bürgermeister ließ den Bund der Steuerzahler wissen, dass die Stadt von der Problematik wusste und die Versetzung der Fahrradunterstände Teil des barrierefreien Umbaukonzeptes war. Um jedoch kurzfristig die Nutzbarkeit der Haltestelle sicherzustellen, sei dieser Schritt vorgezogen worden. Anfang November 2024 wurde der Fahrradunterstand versetzt und damit der erforderliche Wendekreis hergestellt.
Die Maßnahme umfasste Fundamentierungsarbeiten, Pflasterungen sowie Asphaltierungs- und Randarbeiten im Umfeld des Unterstands. Insgesamt entstanden Kosten in Höhe von 23.747,34 Euro. Die Stadt betonte, dass sie sich weiterhin dafür einsetzt, barrierefreie Haltestellen zu schaffen, und dass Bürgerinnen und Bürger, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, die Maßnahmen positiv aufgenommen haben.
Quelle: Bund der Steuerzahler


