Polizeimeldung

Bundespolizei nimmt ausreisepflichtigen Nigerianer nach Zugkontrolle fest

31-Jähriger soll Widerstand geleistet haben und wurde anschließend in Abschiebehaft gebracht

Bundespolizeidirektion München: Schwarzfahrer leistet Widerstand/ Bundespolizei bringt geduldeten Migranten in Abschiebehaft

Am Sonntag (1. November) hat die Bundespolizei einen ausreisepflichtigen Nigerianer festgenommen, der in einer Regionalbahn ohne Ticket unterwegs war. Der Mann leistete Widerstand und beleidigte die Beamten sowie eine Dolmetscherin. Der bereits in 22 Fällen polizeibekannte 31-Jährige wurde nach der Richtervorführung in Abschiebehaft eingeliefert.

Am Sonntagmorgen wurde die Weilheimer Bundespolizei von einem Zugbegleiter zur Unterstützung gerufen. Ein Fahrgast war ohne gültigen Fahrschein in einer Regionalbahn unterwegs und hatte die Herausgabe seiner Personaldaten und eines Ausweises verweigert. Den Beamten legte der Zugreisende eine deutsche Duldung vor. Wie die Bundespolizisten ermittelten, war der Nigerianer erstmals 2018 nach Deutschland eingereist und hatte einen Asylantrag gestellt. Anfang 2019 sollte der Mann bereits nach Italien abgeschoben werden. Seit April 2023 ist er vollziehbar ausreisepflichtig, hatte aber nie an der Passbeschaffung mitgewirkt und war zwischendurch untergetaucht.

Auf dem Weg zur Dienststelle sowie während der weiteren Bearbeitung leistete der Mann Widerstand, indem er unter anderem mehrmals versuchte, sich dem Zugriff der Beamten zu entziehen und diese zu bespucken und zu beißen. Außerdem beleidigte der 31-Jährige die Beamten sowie die Dolmetscherin. Das unflätige Verhalten führte dazu, dass dem Nigerianer zwischenzeitlich Hand- und Fußfesseln sowie eine Spuckschutzhaube angelegt werden mussten.

Die Bundespolizisten recherchierten, dass der Migrant bereits in 22 Fällen, unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten und Angriffen auf Vollstreckungsbeamte sowie als Betäubungsmittelkonsument und Gewalttäter polizeibekannt ist und in Haft gesessen hatte. Nun zeigten die Beamten den 31-Jährigen wegen Erschleichens von Leistungen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung an.

Die Weilheimer Beamten übergaben den Migranten an die Rosenheimer Bundespolizei, die am Montagnachmittag (2. November) die Vorführung beim Amtsgericht Rosenheim und die anschließende Einlieferung in die Abschiebehafteinrichtung Hof übernahm. Die Zusage zur Ausstellung eines Passersatzdokuments durch die nigerianischen Behörden liegt der Bundespolizei bereits vor. Der Nigerianer wird noch mit einem mehrjährigen Einreise- und Aufenthaltsverbot belegt und schließlich Ende November in sein Heimatland abgeschoben werden.

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