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Schmetterling, 1979 und Hund, 2000 – NATUR KUNST WERK

Skulpturengarten im Stadtpark ab 21.06.2026

Foto: Schmetterling, 1979 und Hund, 2000

Eine Doppeleröffnung findet am Samstag, dem 20. Juni 2026 für den slowenisch-bayerischen Künstler Slavko Oblak statt. Um 16 Uhr starten die Feierlichkeiten im neu eingerichteten Skulpturengarten von Slavko Oblak im Stadtpark Ost mit Ansprachen von Oberbürgermeister Haslinger, dem designierten Sport- und Kulturreferenten Benedikt Schramm sowie der Kuratorin Noemi Frattini. Dazu spielen die Turmbläser.

Um 18 Uhr geht es weiter in der Oblak-Ausstellung in der Heiliggeistkirche mit einer Präsentation eines Filmporträts über Oblak von dem bekannten Filmemacher Sebastian Stare. Einen Sundowner für die Eröffnungsgäste gibt es dann im Metis.

Alle Landshuterinnen und Landshuter kennen sie, alle lieben sie: die Bronzeplastiken des 1934 in Bled (Slowenien) geborenen Slavko Oblak: den Faulenzer, der mit seiner Rückenmulde zum gemütlichen Hinlegen einlädt; die Herzblume am Ländtor, ein beliebter Treffpunkt an der Isar; oder die wundervolle Königskerze, die der Heilpflanze ein sechs Meter hohes Denkmal setzt; sie ist gerade von Mitterwöhr in die Heiliggeistkirche gewandert. Danach wird sie den Kräutergarten des Ursulinenklosters bereichern. Überall dort, wo Oblaks Werke stehen, werden sie geliebt, aktiv aufgesucht, genutzt und als positives Signal wahrgenommen.

Der Faulenzer von 1986 lädt ein, die Ausstellung aus anderen Perspektiven im Sitzen und Liegen zu betrachten. Foto: Matthias Ammer

Oblak war 1959 nach Bayern gekommen, um an der Akademie in München Bildhauerei zu studieren. Seit 1965 lebt er auf einem Hof in Siegerstetten bei Landshut. Neben einer kleinen Landwirtschaft, mit der seine Frau Irmi und er sich selbst versorgen, hat er sich hier auch eine eigene Bronzegießerei aufgebaut. Oblaks künstlerisches Werk ist gekennzeichnet durch seine hohen handwerklichen Fähigkeiten – und durch das hohe Maß an Lebensfreude und Naturverbundenheit, die es zum Ausdruck bringt. Es ist an der Zeit, dass dieser Künstler endlich auch überregional die Wertschätzung erfährt, die ihm zukommt – lebenspraktisch wie kunsthistorisch.

Der heute 92-jährige Künstler erhält dieser Tage eine dreifache Ehrung. In seiner Heimatstadt Bled wurde am 12. Juni 2026 die Slavko Oblak Gallery, ein ihm gewidmetes Ausstellungshaus neu eröffnet; und in Landshut wird der freundliche wie umtriebige slowenische Bayer gleich zweifach bedacht: Ein friedvoll eingehegter Bereich im Stadtpark Ost wird jetzt durch vierzehn Plastiken von Oblak bevölkert, die bis vor Kurzem noch auf den Wiesen in dem Siegerstetter Anwesen des Künstlers standen.

Dem Künstler sei Dank, dass er sie für diesen friedvollen Flecken zur Verfügung gestellt hat. Die Kinder des benachbarten Spielplatzes haben sofort begriffen, welche Bereicherung das ist. Der Kaktus wurde beklettert, auf dem Windhund wurde geritten und die übrigen Werke umlaufen und bestaunt. Am 20. Juni wird dieser wunderschöne Skulpturengarten der Öffentlichkeit übergeben.

Gleichzeitig wird eine große Ausstellung über Oblaks Schaffen in der Heiliggeistkirche in der Landshuter Altstadt eröffnet. Neben zahlreichen Bronzearbeiten bietet diese Ausstellung einen Überblick über das Schaffen des bemerkenswerten Landshuter Künstlers. Wir gewinnen Einblick in seine Arbeitsweisen und können das wundervolle Filmporträt über Slavko Oblak ansehen, das der Landshuter Filmemacher Sebastian Stare mit seinem Team gezaubert hat.

Hautpausstellungsstück ist die sechs Meter hohe Koenigskerze. Mit dabei ist auch ein Zweitguss des Faulenzers, auf dem sich die Besucher ausruhen und sogar um die eigene Achse drehen können. Aber auch Stücke aus der Werkstatt sind zu besichtigen, etwa Urformen, Gussformen und die riesenhafte Tür des selbst gebauten Gussofens von Oblak.

Zur Ausstellung und zum Skulpturengarten im Stadtpark erscheint eine kostenlose Broschüre der Museen der Stadt Landshut. Sie enthält neben einem reichen Oblak-Veranstaltungsprogramm und einer Landkarte zu den Aufstellungsorten der Werke von Oblak Aufsätze der Ausstellungskuratorin Noemi Frattini, des Leiters der Museen Daniel J. Schreiber und des designierten Kulturreferenten der Stadt Landshut Benedikt Schramm enthält. Der Eintritt in Skulpturengarten und Ausstellung ist frei.

Die erste öffentliche Führung durch die Ausstellung, den Skulpturengarten und den Innenstadtraum findet am kommenden Sonntag, dem 21. Juni, um 11 Uhr mit Sieglinde Brams statt. Am Mittwoch, dem 24. Juni, führt Kuratorin Noemi Frattini um 16 Uhr durch die Ausstellung in der Heiliggeistkirche.

Am Freitag, dem 26. Juni um 17 Uhr bietet sich die Gelegenheit, den Skulpturengarten mit Benedikt Schramm, Abteilungsleiter Kultur der Stadt Landshut, zu erkunden und Einblicke in den Entstehungsprozess des Gartens aus erster Hand zu erhalten.

Die Teilnahme an den Führungen kostet jeweils 4 Euro. Treffpunkt ist jeweils der Eingangsbereich der Heiliggeistkirche. Weitere Infos und Anmeldung unter https://museen-landshut.de/veranstaltungen/

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