Asylzahlen in Bayern deutlich gesunken
Weniger Zuzüge, mehr Ausreisen und rückläufige Schleuserkriminalität
München. Die Zugangszahlen im Asylbereich in Bayern sind deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Staatsregierung kamen im Jahr 2025 insgesamt 13.865 Asylbewerber neu nach Bayern – rund 57 Prozent weniger als im Vorjahr mit 31.895 Personen.
Gleichzeitig verließen im vergangenen Jahr mehr Menschen Bayern, als neu ankamen: 3.649 Personen wurden abgeschoben, 15.764 reisten freiwillig aus. Auch im ersten Quartal 2026 setzt sich dieser Trend fort. Bis Ende März sank der Zugang an Asylsuchenden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4.393 auf 1.967 Personen.
Entspannung bei der Unterbringung
Durch den Rückgang der Zugangszahlen hat sich auch die Situation in den Asylunterkünften entspannt. Anfang April 2026 waren rund 119.900 Personen untergebracht – ein Rückgang von mehr als 13 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2024 mit etwa 138.000 Personen. Die Zahl der Unterkunftsplätze soll bis Jahresende um mindestens 20.000 reduziert werden.
Weniger unerlaubte Einreisen und Schleusungen
Nach Angaben der Staatsregierung führten verstärkte Grenzkontrollen zu einem deutlichen Rückgang unerlaubter Einreisen und der Schleuserkriminalität. Die Bayerische Grenzpolizei stellte 2025 insgesamt 1.902 unerlaubte Einreisen fest – über 20 Prozent weniger als 2024 mit 2.385 Fällen. Die Zahl der registrierten Schleusungen sank im gleichen Zeitraum von 160 auf 105 Fälle, ein Rückgang um rund 34 Prozent.
Die Staatsregierung wertet diese Entwicklung als Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen und kündigt an, die Reformen auf EU-, Bundes- und Landesebene weiter voranzutreiben. Zudem soll die ab dem 12. Juni 2026 geltende Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems konsequent umgesetzt werden.
Quelle: Bericht aus der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung vom 28. April 2026 (Bayerische Staatskanzlei). Eigene redaktionelle Zusammenfassung.

