PFAS im Fokus: BfR2GO beleuchtet „Ewigkeitschemikalien“
Neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins widmet sich Risiken und Auswirkungen von PFAS
PFAS im Fokus: Neue Ausgabe von BfR2GO beleuchtet „Ewigkeitschemikalien“
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind eine große Gruppe industriell genutzter Chemikalien, die aufgrund ihrer hohen Beständigkeit gegenüber Hitze und chemischen Einflüssen in zahlreichen Anwendungen eingesetzt werden. Da sie in der Umwelt kaum abgebaut werden, werden sie häufig als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet.
Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) können sich bestimmte PFAS in Umwelt, Pflanzen, Tieren und letztlich auch im Menschen anreichern. Die Aufnahme erfolgt zu einem wesentlichen Teil über tierische Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Milch und Eier. Aufgrund ihrer langen Verweildauer im Körper können Konzentrationen entstehen, die mit gesundheitlichen Effekten in Verbindung gebracht werden, etwa erhöhten Blutfettwerten, Veränderungen von Leberwerten oder einem verminderten Geburtsgewicht.
Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins BfR2GO steht daher die Frage, wie PFAS über Futter, Wasser und Boden in die Lebensmittelkette gelangen und welche Auswirkungen dies haben kann. Parallel dazu ist auch die neue BfR2GO-Website gestartet, die Inhalte digital zugänglich macht.
Darüber hinaus widmet sich die Ausgabe weiteren Themen aus der Lebensmittel- und Gesundheitsforschung. Dazu zählen unter anderem die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren, die Bewertung von Rohmilch als vermeintliches Superfood sowie die gesundheitliche Einschätzung von Farbstoffen in Lebensmitteln. Auch Risiken durch Jod in Meeresalgen, die Aufnahme von Blei über die Nahrung und virusbedingte Lebensmittelinfektionen werden behandelt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der wissenschaftlichen Risikobewertung. Am Beispiel der Neueinstufung von Ethanol wird erläutert, warum die Unterscheidung zwischen „Risiko“ und „Gefahr“ entscheidend ist. Ergänzend beleuchtet das Magazin, welche Rolle Chemikalien bei der Herstellung von Kleidung spielen und wie Grenzwerte zum Gesundheitsschutz beitragen.
Im Interview spricht Kommunikationswissenschaftlerin Professorin Eva Baumann über die Herausforderungen moderner Risikokommunikation. Zudem wird aufgezeigt, welche Anforderungen tierversuchsfreie Methoden erfüllen müssen, um international anerkannt zu werden.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), BfR2GO-Wissenschaftsmagazin.

