Daten & Fakten

Sonne in den Bergen: Auch im Winter auf UV-Schutz achten

Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor unterschätzter UV-Strahlung in Höhenlagen

Bund. Wer sonnige Wintertage in den Bergen verbringt, sollte auch in der kalten Jahreszeit an einen wirksamen UV-Schutz denken. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hin. Zwar ist die UV-Strahlung in Deutschland im Winter in der Regel geringer als im Sommer, doch in Höhenlagen und auf Schnee kann sie deutlich stärker wirken.

UV-Strahlung wird oft unterschätzt
„Viele unterschätzen die UV-Strahlung beim Rodeln, Skifahren oder beim Sonnenbad auf der Hütte“, erklärt BfS-Präsidentin Inge Paulini. In den Bergen gehöre daher auch im Winter Sonnencreme und eine geeignete Sonnenbrille ins Gepäck. Schnee reflektiert bis zu 90 Prozent der UV-Strahlung, zusätzlich nimmt die Strahlungsintensität mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel zu.

Hoher Lichtschutzfaktor empfohlen
Für Gesicht, Lippen und andere unbedeckte Hautstellen rät das BfS zu Sonnencremes mit mindestens Lichtschutzfaktor 30, besser 50 oder 50+. Wichtig sei zudem, dass das Produkt sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlung schützt. Die Creme sollte etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen und spätestens nach zwei Stunden erneuert werden.

Auf richtige Sonnenbrille achten
Auch die Augen benötigen Schutz. Laut BfS sollten Sonnenbrillen die Kennzeichnung „UV400“ tragen, die anzeigt, dass die Gläser die UV-Strahlung vollständig blockieren. Zudem sollte die Brille das Auge gut umschließen. Für Aktivitäten im Schnee eignen sich insbesondere Ski- oder Gletscherbrillen, die diese Anforderungen erfüllen.

Gesundheitsrisiken nicht unterschätzen
Unzureichender Schutz vor UV-Strahlung kann kurzfristig zu Sonnenbrand sowie zu Bindehaut- oder Hornhautentzündungen führen. Langfristig steigt das Risiko für vorzeitige Hautalterung, Haut- und Augenkrebserkrankungen sowie für Grauen Star, eine Trübung der Augenlinse.

Das BfS empfiehlt zudem, auch bei Fernreisen in den Wintermonaten an Sonnenschutz zu denken. Von der zusätzlichen Nutzung künstlicher UV-Strahlung, etwa in Solarien, rät die Behörde ausdrücklich ab, da diese die UV-Belastung weiter erhöht.

Quelle: BfS

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"