Sammlungen für die Ukrainischen Kriegsflüchtlingsopfer
Stadt / Landkreis Landshut. Nicht nur die professionellen Hilfsorganisation sind bei der
Bewältigung der humanitären Hilfe für die Ukrainischen Flüchtlingsopfer an den
Europäischen Grenzregionen rund um die Uhr im Einsatz. Auch ansäßige
Privatpersonen, Organisationen und Vereine packen in der Region GEMEINSAM mit an.
So erstellt auch die Ukrainische Kirche, der Pol-la Deutsch-Polnische Verein in
Landshut e. V. und der Bezirk Niederbayern einen Hilfeaufruf.
Es werden dringend freiwillige, ehrenamtliche Helfer/innen für Spendenannahme, wie
Sortierung und Transport für die Bewältigung der Spendenflut benötigt. Zudem würden
dringend Kartons, Klebeband, Eddings und Faserstifte benötigt, um die Logistik der
Spenden zu bewältigen. Engagierte Helfer/innen können sich direkt vor Ort oder
bevorzugt telefonisch an der zentralen Sammelstelle 015151907559 melden.
Ab dem heutigen Freitag werden täglich Sachspenden von Montag bis Sonntag 9 bis 18
Uhr vorerst bis auf unbegrenzte Dauer bei der Telefon: 015151907559
Landmaschinenschule, Adresse: Am Lurzenhof 3K, 84036 Landshut – zwischen der
Hochschule Landshut und der Handwerkskammer Niederbayern gesammelt.
Die Abgabe von Geldspenden zur Versorgung der Hilfskonvois ist vor Ort ebenfalls
gegen Spendenquittung möglich.
Des Weiteren gibt es noch lokale kleine Nebensammelstellen im Norden und Süden des
Landkreises die unter folgenden Kontaktdaten erreichbar sind:
- Stefanie Fochler, Telefon: 015156040385 – Bachstr. 16, 84030 Ergolding
- Sylwia Cieplak, Telefon: 015166454791- Schuberstr. 21, 84144 Geisenhausen
Für die auf der Flucht befindlichen Menschen in den Grenzregionen in Polen und
Slowenien zur Ukraine wird berichtete, dass besonders dringend amtierend laut
Meldungen vor Ort der Bedarf an Medikamenten und OP-Besteck, sowie
medizinisches Arbeitsmaterial, Erste Hilfe Sets, haltbare Lebensmittel, Thermo-
Winterkleidung und Babynahrung besteht.
Desweiteren werden Wasser bzw. Getränke, Hygieneartikel, Schlafutensilien, Batterien
bzw. Powerbanks und Taschenlampen benötigt.
Auch Waren- und Autohäuser sind aufgerufen entbehrbare, größere Kontingente an
Waren beizutragen.
Die Spenden werden kontinuierlich mit Lastwagen der Spedition Schmalhofer zur
Ukrainischen Grenzregion gefahren, wo sich weiterhin die meisten Kriegsflüchtlinge
aufhalten. Es werden weiterhin Fahrer für Sprinter / LKW für die Transportfahrten zu den
Grenzregionen dringend gesucht.

Bezirk Niederbayern stellt Lagerflächen für Ukrainehilfe zur Verfügung
Die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung für die humanitäre Ukrainehilfe führt zur logistischen Überlastung der bisherigen dezentralen Sammelstellen in Landshut.
Besonders bei der Logistik benötigen die ehrenamtlichen Helferverbände der Spendenannahmestellen selbst dringend Unterstützung, da beispielsweise Kirchensäle und Büros für diesen Zweck logistisch eher schlecht geeignet sind. „Um die dankenswert hohe Spendenbereitschaft der Bevölkerung mit dem damit einhergehenden enormen Sortier- und Logistikaufwand weiterhin bewältigen zu können, werden dringendst ebenerdige Sortier- und Lagermöglichkeiten, bestenfalls mit Beheizungsmöglichkeit für die Helferinnen und Helfer benötigt. Die stark belasteten Hilfskräfte vor Ort im Krisengebiet benötigen diese vorsortierten Lieferungen, um so die Waren trotz zunehmendem Chaos effektiv und zielgerichtet an die Bedürftigen in den Grenzregionen verteilen zu können. Jetzt ist nicht die Stunde der Bürokratie, in dieser humanitären Katastrophe läuft die Zeit gegen uns!“
Mit diesem Anliegen wandte sich Bezirksrat Michael Deller an die Bezirkshauptverwaltung und das Agrarbildungszentrum (ABZ), einer bezirklichen Einrichtung. Der Bezirk Niederbayern stellt für die Logistikunterstützung der Helferverbände entsprechende Flächen auf dem Agrarbildungszentrum in Landshut-Schönbrunn in der Landmaschinenschule bereit. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich: „Wenn wir hier helfen können, tun wir das selbstverständlich. Ich danke Bezirksrat Michael Deller, Leiter der Landmaschinenschule Christian Beckmann und Verwaltungsleiter Martin Scholz vom ABZ für die schnelle und unbürokratische Abwicklung. Vor allen den vielen ehrenamtlichen Kräften gebührt mein Dank.“

