40 Jahre nach Tschernobyl: Strahlenbelastung in Bayern heute sehr gering
Cäsium-137 größtenteils zerfallen – Messungen zeigen nur noch sehr geringe Werte
40 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl ist die Strahlenbelastung in Bayern durch die damaligen radioaktiven Freisetzungen heute nur noch sehr gering. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) hervor :contentReference[oaicite:0]{index=0}.
Nach dem Unfall im April 1986 gelangten radioaktive Stoffe auch nach Bayern und lagerten sich – abhängig von den damaligen Niederschlägen – unterschiedlich stark ab. Besonders betroffen waren Regionen südlich der Donau sowie der Bayerische Wald.
Heute spielt von den damals freigesetzten Stoffen vor allem das langlebige Cäsium-137 noch eine Rolle. Aufgrund seiner Halbwertszeit von rund 30 Jahren ist es jedoch bereits zu etwa 60 Prozent zerfallen. Die äußere Strahlenexposition entspricht seit den 1990er-Jahren wieder der natürlichen Umgebungsstrahlung.
Messprogramme zur Überwachung der Umweltradioaktivität wurden nach 1986 deutlich ausgeweitet. In Bayern sorgt unter anderem ein landesweites Messnetz für eine kontinuierliche Kontrolle der radiologischen Situation. Jährlich werden zahlreiche Proben aus Lebensmitteln, Gewässern, Böden und Trinkwasser untersucht.
In landwirtschaftlichen Produkten sind heute nur noch sehr geringe Cäsium-137-Gehalte nachweisbar. Höhere Werte können vereinzelt noch bei Wildfleisch oder Wildpilzen auftreten. Im Trinkwasser wird kein Cäsium-137 gefunden.
Insgesamt trägt der Reaktorunfall von Tschernobyl heute mit weniger als 0,015 Millisievert pro Jahr nur noch einen sehr kleinen Anteil zur gesamten jährlichen Strahlenexposition bei.

