Niederbayern bündelt Kräfte für digitale Zukunft
Neues Netzwerk „Ecosystem Smart Niederbayern“ in Landshut vorgestellt

Volles Haus bei der Auftaktveranstaltung des Ecosystem Smart Niederbayern: Auf der Bühne Florian Schütz, Geschäftsführer KI Park e.V.
Landshut. Niederbayern setzt bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz
künftig noch stärker auf Zusammenarbeit: Mit dem „Ecosystem Smart Niederbayern“ hat das
Niederbayern-Forum am Donnerstag in der Hochschule Landshut ein neues Netzwerk
vorgestellt, das bestehende Initiativen, Kompetenzen und Akteure aus der gesamten Region
enger zusammenführen soll.
Denn eines wurde beim Auftakt deutlich: An Ideen, Projekten und Innovationskraft mangelt
es in Niederbayern nicht. Vielmehr gehe es darum, vorhandene Stärken besser zu bündeln,
sichtbarer zu machen und noch gezielter miteinander zu vernetzen.
„In Niederbayern passiert bereits unglaublich viel im Bereich KI, Digitalisierung und
Innovation“, sagte Dr. Reinhard Saller, Geschäftsführer des Niederbayern-Forums. „Unsere
Aufgabe ist es, diese Kräfte stärker zusammenzuführen, Synergien zu schaffen, auch neue
Partner an Bord zu holen und daraus ein gemeinsames regionales Netzwerk mit Strahlkraft
zu entwickeln.“
Entstanden ist das neue Netzwerk im Niederbayern-Forum aus der Initiative „Ecosystem
Smart Ostbayern“, die bereits mehrfach „Innovation Challenges“ mit Studierenden und
Veranstaltungen organisierte. Das neue „Ecosystem Smart Niederbayern“ versteht sich nicht
als Konkurrenz zu bestehenden Angeboten, sondern als übergreifende Plattform, die
Aktivitäten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und bestehenden
Innovationsinitiativen strategisch zusammenführt, neue Partnerschaftsmodelle entwickelt
und für ganz Niederbayern nutzbar machen soll.
Konkret setzt die Initiative auf ein zweistufiges Modell: Das Niederbayern-Forum schafft,
gefördert vom Regionalmanagement des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, regionale
Zugänge und bündelt niedrigschwellige Informations-, Vernetzungs- und Austauschformate.
Der bundesweit und international agierende KI Park e.V. bringt als führendes
Innovationsökosystem für Künstliche Intelligenz vertiefende Fachkompetenz, erprobte
Innovationsformate und ein starkes überregionales Netzwerk aus derzeit rund 290
Organisationen ein. Gemeinsam sollen so Innovationsprojekte in der Region vorangetrieben
sowie regionale und überregionale Initiativen angestoßen werden. Ziel sei es, gemeinsam
einen eigenen KI-Satelliten Niederbayern aufzubauen und die Region damit stärker an
nationale und internationale Innovationsnetzwerke anzubinden.
Beim Kick-off diskutierten zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und
Verwaltung über konkrete Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien. Im Mittelpunkt
standen dabei Themen wie digitale Infrastruktur, Rechenzentren sowie der praktische
Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und öffentlichen Institutionen, aber auch das
Thema soziale Innovation.
In thematischen Workshops ging es unter anderem darum, wie KI-Beschaffung für die
öffentliche Verwaltung gestaltet werden kann, wie sich industrielle Produktionsabläufe
durch KI und Robotik verbessern lassen und wie KI-gestützte Tools kleinen und mittleren
Unternehmen schnell helfen können.
Regierungspräsident Rainer Haselbeck, zugleich stellvertretender Vorsitzender des
Niederbayern-Forums, betonte die Bedeutung des neuen Netzwerks für die gesamte Region:
„Niederbayern verfügt über starke wirtschaftliche Strukturen, innovative Unternehmen und
hohe technologische Kompetenz. Entscheidend ist nun, diese Potenziale noch stärker zu
vernetzen und daraus gemeinsame Innovationskraft zu entwickeln.“
Auch Prof. Dr. Martin Prasch von der Hochschule Landshut, einer der Initiatoren der
Initiative, der zudem das TZ PULS in Dingolfing leitet, sieht darin einen wichtigen Schritt:
„Gerade bei Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz braucht es ein enges
Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand. Mit der Einbindung des
KI Park holen wir nicht nur vertiefende Fachkompetenz und überregionale Expertise nach
Niederbayern, sondern auch ein etabliertes KI-Innovationsökosystem mit erprobten
Formaten, relevanten Partnern und konkreter Umsetzungserfahrung. Das ermöglicht uns,
Innovationsvorhaben in Niederbayern schneller in Kooperationen, Projekte und Anwendung
zu überführen, die Region eng mit nationalen und internationalen Innovationsnetzwerken zu
verbinden und den Aufbau eines eigenen KI-Satelliten Niederbayern gemeinsam
anzugehen.“
Bereits angekündigt wurde zudem das erste Folgeprojekt: Gemeinsam mit der Stadt Landau
an der Isar soll 2026 eine Innovation Challenge unter dem Titel „Smart Region“ stattfinden.
Ziel ist es, gemeinsam mit Studierenden innovative Lösungen für konkrete regionale
Herausforderungen zu entwickeln und neue Ideen direkt in die Anwendung zu bringen.
Mit dem Ecosystem Smart Niederbayern soll damit ein Netzwerk entstehen, das die digitalen
Stärken der Region künftig noch enger zusammenführt, mit der Expertise und dem
überregionalen Netzwerk des KI Park verbindet und Niederbayern als innovationsstarken
Wirtschaftsraum weiter profilieren soll.
Alfred Haslbeck und Professor Dr. Abdelmajid Khelil, die die Initiative „Ecosystem Smart
Ostbayern“ aufgebaut hatten, sind sehr stolz darauf, dass diese nun in eine zielgerichtete,
nachhaltige Organisation überführt wird, und werden das neue Ecosystem Smart
Niederbayern weiterhin aktiv begleiten.
Weitere Informationen zum Ecosystem Smart Niederbayern, zu kommenden
Veranstaltungsformaten sowie Beteiligungsmöglichkeiten sind unter
https://smart.niederbayern.de/ oder per E-Mail an Smart.Niederbayern@niederbayern.de
erhältlich.





