Gewalt gegen Polizeibeamte
Die Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche über Online-Verkaufsplattformen
Gewalt gegen Polizeibeamte
VILSBIBURG. LKRS. LANDSHUT. 20-Jähriger leistet Widerstand gegen seine Ingewahrsamnahme
Am Donnerstag, den 23.07.2026, gegen 21:00 Uhr, staunten Passanten im Stadtplatz Vilsbiburg nicht schlecht, als aus dem Fenster einer dortigen Bank Geldscheine geworfen wurden und der hierfür Verantwortliche anschließend selbst aus einem Fenster der Bank kletterte. Nachdem die hinzugerufenen Polizeibeamten den 20-Jährigen einer Kontrolle unterzogen, um die Beweggründe seines Verhaltens zu erfragen, zeigte dieser ein sehr renitentes Verhalten, weshalb ihm ein Platzverweis für den Bereich des Stadtplatzes ausgesprochen wurde. Der 20-Jährige widersetzte sich dieser Anweisung vehement, sodass er durch die Polizeibeamten in Gewahrsam genommen werden musste. Sowohl beim Transport zur Dienststelle, als auch auf der Dienststelle selbst leistete der 20-Jährige massiven Widerstand gegen die Maßnahme. Infolge dieses Widerstandes wurde einer der Polizeibeamten leicht verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Der 20-Jährige hat nun mit einer Anzeige unter anderem wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu rechnen.
Die Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche über Online-Verkaufsplattformen
VILSBIBURG, LKRS. LANDSHUT. Vermögensschäden bis in den unteren fünfstelligen Bereich.
In den vergangenen Wochen kam es bei der Polizeiinspektion Vilsbiburg vermehrt zu Anzeigenerstattungen mit demselben Modus Operandi.
Die Geschädigten hatten Artikel zum Verkauf auf Online-Verkaufsplattformen angeboten. Unbekannte Täter nutzen diese Plattformen für Betrügereien und Ausspähungen von Daten.
Hierbei wird der Verkäufer von unbekannten Tätern, mit scheinbar unverdächtigen Alias-Personalien angeschrieben, dass dieser angeblich Interesse an dem Artikel habe.
Im Zuge dessen wird angegeben, den Preis per PayPal zu überweisen und eine Adresse genannt, wohin der Artikel versandt werden soll. Nach Übermittlung der PayPal-Adresse gibt der angebliche Interessent an, dass die Überweisung nicht geklappt hatte und er daher über die Funktion „Direkt Kaufen“ der Plattform bezahlt hätte.
Daraufhin erhält man eine E-Mail, in der der vermeintliche Kauf bestätigt wird. Um das Geld zu erhalten, wird man über einen Link in dieser E-Mail aufgefordert, seine Bankdaten, Personalien, sowie ein Foto des Personalausweises und seinem Gesicht anzugeben, um sich zu identifizieren.
Mit den versendeten Daten loggen sich die unbekannten Täter in das Bankkonto der Geschädigten ein, wodurch es dann zu widerrechtlichen Abbuchungen kommt.
Außerdem besteht die Möglichkeit, dass neue Bankkonten mit den widerrechtlich erlangten Personalien eröffnet werden, welche dann für weitere Betrugsmaschen, beziehungsweise für Geldwäsche verwendet wird.
Mögliche Anhaltspunkte, dass es sich um einen Betrug handelt, sind folgende:
Die angegebenen Empfängerpersonalien stimmen oftmals nicht mit dem Nutzernamen des Interessenten überein. Die genannte E-Mail-Adresse, welche den Kauf bestätigt, hat eine unplausible Domain, das heißt, dass hinter dem @-Zeichen nicht der Name der Plattform, sondern zusammenhangslose Begriffe, Namen oder nur Zahlen und Buchstaben stehen.
Die Bevölkerung wird deshalb in diesem Bereich auf besondere Vorsicht hingewiesen.
Sollte ein solcher Fall trotzdem eintreten, wird zur sofortigen Sperrung der Bankkonten und Anzeigenerstattung geraten, um möglichst keinen Vermögensschaden zu erleiden, oder diesen möglichst gering zu halten.

