MZM verlängert Zusammenarbeit und setzt auf neue Führung für regionale Mobilitätsstrategie
Robert Niedergesäß übernimmt Sprecherrolle – Allianz fokussiert Umsetzung nachhaltiger Mobilitätsmaßnahmen in der Region München
Symbolische Übergabe der MZM-Sprecherrolle: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter übergibt den “Staffelstab” an Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Sprecher der MVV-Verbundlandkreise.
Neuer Sprecher und nächste Laufzeit: MZM treibt regionale Mobilitätsstrategie für München und die Region voran
Die Allianz Mobile Zukunft München & Region (MZM) wird um drei Jahre verlängert, das hat der MZM-Lenkungskreis im November beschlossen. Im Mittelpunkt der weiteren Zusammenarbeit steht die Umsetzung der regionalen Mobilitätsstrategie, die eine nachhaltige Basis für die Mobilität der kommenden Jahre bildet. Mit der Entscheidung zur Weiterführung übergab Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter die Sprecherrolle an Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Sprecher der MVV-Verbundlandkreise. Zuvor hatte Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, die Funktion inne.
Mit Beginn der neuen Laufzeit übernimmt Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Sprecher der MVV-Verbundlandkreise, die Sprecherrolle bei MZM: „München und die Region stehen bei der Mobilität vor großen Herausforderungen – aber auch großen Chancen. MZM zeigt, wie regionale Zusammenarbeit funktionieren kann. In der kommenden Laufzeit wollen wir gemeinsam sichtbar machen, wie nachhaltige Mobilität in der gesamten Region konkret Gestalt annimmt.“
Strategischer Rahmen für die Mobilität der Zukunft
In den nächsten Jahren liegt der Fokus der MZM-Akteur:innen auf der Umsetzung von Maßnahmen, die spürbare Verbesserungen der Mobilität in der Region bewirken sollen. Grundlage ist die regionale Mobilitätsstrategie (Sustainable Regional Mobility Plan – SRMP). Sie bildet einen strategischen Rahmen, der sich inhaltlich und methodisch am europäischen Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) orientiert.
Der SUMP ist ein europaweit anerkanntes Konzept für nachhaltige urbane Mobilitätspläne. Während sich klassische SUMPs auf einzelne Städte konzentrieren, umfasst der SRMP den gesamten MVV-Raum – mit zahlreichen Kommunen, Landkreisen und Verkehrsakteuren. Er fördert ein koordiniertes, gebietskörperschaftsübergreifendes Vorgehen und überträgt damit den SUMP-Ansatz erstmals systematisch auf eine ganze Metropolregion in Deutschland.
Auf dieser Basis wurden ein gemeinsames Leitbild sowie abgestimmte Ziele für Städte und Landkreise entwickelt. In der ersten Laufzeit entstanden daraus zentrale Handlungsfelder und Maßnahmen, von denen viele bereits in der Umsetzung sind und in den kommenden Jahren weitergeführt werden, um sichtbare Fortschritte bei der nachhaltigen Mobilität in der gesamten Region zu erzielen.
Beispiele aus der ersten Laufzeit
- Autonomes Fahren für ÖPNV und Güterverkehr: Aufbau der Region München als Modellregion für autonomes Fahren; Umsetzung des gemeinsamen Visionspapiers.
- Abmilderung der verkehrlichen Auswirkungen der Sanierung des Tunnels Allach: Entwicklung von Maßnahmen zur Minderung der verkehrlichen Auswirkungen während der Sanierung.
- Zukunftsbild ÖV-Angebot 2030+X: Schließung von Angebotslücken, Verbesserung der Reisezeiten und Entwicklung von Umsetzungsvorschlägen für über 50 Linien und 25 Korridore im MVV-Gebiet.
- Reallabor Urbane Logistik: Pilotprojekte für klimafreundliche Güterverkehre mit Übertragbarkeit auf den Großraum München.
- Mobility Data Analytics: Aufbau einer gemeinsamen Daten- und Analyseplattform für eine bessere Planungsgrundlage.
- Maßnahmen zur Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs sowie zur regionalen Verkehrsverknüpfung.
Die regionale Mobilitätsstrategie bildet die Arbeitsgrundlage der MZM-Allianz und sorgt dafür, dass kommunale, regionale und überregionale Aktivitäten wirkungsvoll verzahnt werden. Sie bündelt strategische Ziele, Projekte und Maßnahmen, die gemeinsam zu einer klimafreundlichen, effizienten und lebenswerten Mobilität in der Region München beitragen.

