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Mehr Grünflächen in der Innenstadt

Im Bereich „Am Alten Viehmarkt“ beginnt die Teilentsiegelung der Mittelinseln

Bei den Mittelinseln vom „Bischof-Sailer-Platz“ bis zur Einmündung des „Alten Viehmarkt“ in die Podewilsstraße beginnt am 21. Mai die Teilentsiegelung.

Landshut hat sich zum Ziel gesetzt, an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet vermehrt Entsiegelungen und Begrünungen umsetzen, um so einer an den Klimawandel angepassten Kommune einen Schritt näher zu kommen. Als nächste Maßnahme werden in den Pfingstferien, zwischen 21. und 24. Mai, die Mittelinseln vom „Bischof-Sailer-Platz“ bis zur Einmündung des „Alten Viehmarkts“ in die Podewilsstraße teilentsiegelt.

Unter Berücksichtigung der Querungsstellen sowie der Zugangs- und Zufahrtssituationen in diesem Bereich, werden rund 250 Quadratmeter Pflasterflächen entfernt. An den markanten Stellen legen Stadtmitarbeiter stattdessen Staudenbeete an und säen einen robusten Kräuterrasen. Um die frisch angelegten Flächen während des Anwachsens zu schützen, wird im Zuge der Baumaßnahmen eine Absperrung gegen das Betreten beziehungsweise Befahren der Flächen angebracht.

Ziel der Maßnahme ist es, zum einen die Vitalität der vorhandenen Bäume durch die Entsiegelung des Wurzelraums zu erhöhen und zum anderen deren Wasserversorgung zu verbessern. Grundsätzlich ermöglicht der oberirdische Abfluss von Regenwasser in den Boden das Eindringen, Speichern, Versickern und Verdunsten des Niederschlags, der damit wieder Bestandteil des Wasserkreislaufs wird. Durch die Staudenbepflanzung und die Ansaat von Kräuterrasen werden Biodiversität und Artenvielfalt gefördert und es entstehen in kleinen Bereichen neue Lebensräume für Insekten.

Entsiegelung und Pflanzungen im Boden sind in der Innenstadt durch nicht beeinflussbare Rahmenbedingungen, wie etwa Veranstaltungsflächen oder unterirdische Ver- und Entsorgungsleitungen, meist nicht möglich. Hier kann „mobiles Grün“ Abhilfe schaffen. So wurden in der Altstadt bereits im März verschiedene Pflanzen in Trögen aufgestellt: In einem ersten Schritt wurden exemplarisch an einer Bushaltestelle auf der Westseite der Altstadt Tröge mit Efeu platziert, der durch sein Wachstum das gläserne Wartehäuschen überspannen, verschatten und damit die Aufenthaltsqualität verbessern soll. Die Blüten locken außerdem Wildbienen, Tagfalter, Schwebfliegen und andere Arten an.

In einem nächsten Schritt wurden die vier bestehenden Bankgruppen auf der Ostseite der Altstadt jeweils mit einem Schatten spendenden Baum mit Stauden in einem großen Pflanztrog so ergänzt, dass dort auch an heißen Tagen mehr Aufenthaltsqualität herrscht. Weitere optisch ansprechende und ökologisch wirksame Staudenpflanzungen folgen noch im Frühsommer im saisonalen Austausch mit den vorhandenen immergrünen Gehölzen. Die Baumkübel sind gedämmt, um ausgewählten Feldahorne vor Temperaturschwankungen zu schützen. Zudem sind sie mit einem wasserdichten Boden mit Überlaufrohr und einer umlaufenden Wasserspeichermatte versehen, um die Bepflanzung bestmöglich mit Wasser zu versorgen.

Rückmeldungen zu den Maßnahmen sind telefonisch unter 0871-881738 sowie online unter www.landshut.de/klimaanpassung möglich. Ein QR-Code, der zu dieser Seite führt, ist auch auf den Pflanztrögen aufgeklebt. Die Stadt freut sich über die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Alle Eingaben werden entsprechend ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, die Maßnahmen weiterzuentwickeln und anschließend an weiteren Standorten umzusetzen.

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