Daten & Fakten

Werkstattpreise im Vergleich: Reparaturen können bis zu viermal teurer sein

Freie Werkstätten und alternative Ersatzteile bieten laut Experten oft großes Sparpotenzial

Autofahrer können bei Reparaturen erhebliche Kosten sparen, wenn sie Preise vergleichen und nicht ausschließlich auf Markenwerkstätten oder Originalersatzteile setzen. Wie eine Untersuchung der Zeitschrift auto motor und sport zeigt, unterscheiden sich die Kosten für identische Arbeiten je nach Werkstatt und verwendeten Ersatzteilen teils um ein Vielfaches.

Preisunterschiede von mehreren hundert bis über tausend Euro

Besonders bei älteren Fahrzeugen außerhalb der Herstellergarantie kann sich der Vergleich lohnen. In einer Stichprobe kostete beispielsweise der Austausch eines Klimakondensators bei einer Mercedes A-Klasse aus dem Jahr 2004 zwischen 482 Euro und 2.096 Euro – je nach Werkstatt. Auch bei Arbeiten wie dem Wechsel von Zahnriemen, Kupplung und Wasserpumpe wurden deutliche Preisunterschiede festgestellt.

Alternative Ersatzteile oft deutlich günstiger

Neben den Arbeitskosten unterscheiden sich auch die Preise für Ersatzteile erheblich. Während Originalteile der Fahrzeughersteller häufig deutlich teurer sind, bieten Markenhersteller identische oder gleichwertige Ersatzteile oftmals zu wesentlich niedrigeren Preisen an. Nachbauteile in Erstausrüsterqualität können die Reparaturkosten zusätzlich reduzieren.

ADAC beobachtet zunehmenden Wartungsstau

Nach Angaben des ADAC sparen viele Fahrzeughalter inzwischen häufiger an Wartung und notwendigen Reparaturen. Als Gründe gelten die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Werkstatt- und Ersatzteilpreise. Gleichzeitig kritisiert der Automobilclub, dass manche Hersteller Reparaturen erschweren, indem einzelne Bauteile nicht separat erhältlich sind und komplette Baugruppen ersetzt werden müssen.

Wer insbesondere ältere Fahrzeuge fährt, kann nach Einschätzung von Fachleuten durch den Vergleich verschiedener Werkstätten und Ersatzteilangebote häufig mehrere hundert Euro sparen, ohne auf Qualität verzichten zu müssen.


Quelle: auto motor und sport 02.07.26 (Redakteur: Claudius Maintz).

 

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