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Landshuter Gesundheitsversorger für Ernstfall gerüstet

LA-Regio Kliniken trainieren Massenanfall von Verletzten bei Großschadensübung

LA-Regio Kliniken nehmen an Großschadensübung unter Leitung des städtischen Zivil- und Katastrophenschutzes teil

Landshut. Die LA-Regio Kliniken, der Zivil- und Katastrophenschutz der Stadt Landshut sowie der Rettungszweckverband Landshut haben im Rahmen einer Großschadensübung ein außergewöhnliches Szenario simuliert. Am Samstag wurde bei der Eishalle 1 ein Massenanfall von Verletzten (MANV) mit 50 Laiendarstellern nachgestellt.

Die „Patienten“ wurden individuell geschminkt und vorbereitet, um realistische Verletzungsbilder und emotionale Ausnahmesituationen darzustellen. Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge verteilten die Schwerverletzten an die LA-Regio Kliniken Landshut-Mitte und Landshut-Achdorf. Leicht verletzte Personen suchten eigenständig die Notaufnahmen auf, um das System der Triage – also die Sichtung und Priorisierung ankommender Patienten – zusätzlich zu testen.

Die Übung zeigte erneut die Vorteile zweier Notaufnahmen im Stadtgebiet für die Patientenverteilung im Ernstfall wie auch im medizinischen Alltag. Trotz geplanter Zentralisierungen bleibt die fachbereichsübergreifende Basisversorgung im Notfall an beiden Standorten erhalten.

„Die Kommunikation zwischen den Gesundheitsversorgern für Stadt und Landkreis Landshut war schon immer eng und vertraut. Durch die Fusion können wir weiter zusammenwachsen, um jährlich rund 80.000 Patienten bestmöglich zu versorgen“, erklären Prof. Dr. Carl-Michael Reng, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme an der Klinik Landshut-Mitte, und Florian Fauth, Oberarzt der Interdisziplinären Notaufnahme an der Klinik Landshut-Achdorf.

Die Alarm- und Einsatzpläne sind klar strukturiert, regelmäßige Schulungen sichern die Einsatzbereitschaft. Alarmierungssysteme werden im Zuge des Zusammenwachsens weiter harmonisiert. Die Vorstände Judith Angerer, André Naumann und Jakob Fuchs betonen die bereits sehr gute Zusammenarbeit innerhalb des fusionierten Klinikverbunds sowie mit Katastrophenschutz und Rettungsdienst.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden durch den städtischen Zivil- und Katastrophenschutz unter Leitung von Thomas Schindler ausgewertet. Daraus sollen weitere Optimierungen der Alarm- und Einsatzpläne abgeleitet werden.

Auch wenn an der Übung zwei der fünf Standorte beteiligt waren, profitieren künftig ebenso die Kinderklinik St. Marien, die Klinik Vilsbiburg, die Schlossklinik Rottenburg sowie weitere Häuser im Rettungszweckverband Landshut von den gesammelten Erfahrungen.

 

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