Kriminalitätsstatistik der Polizeiinspektion Rottenburg für das Jahr 2021

Polizeiinspektion Rottenburg
Presseveröffentlichung
Bei überdurchschnittlicher Aufklärungsquote zurückgehende Zahlen im Bereich der Gesamtkriminalität
Allgemeine Gesamtkriminalitätslage
In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) finden sich alle der Polizei bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte, unter Beschränkung auf ihre erfassbaren wesentlichen Inhalte. So sind alle Straftaten nach dem Strafgesetzbuch und dem Nebenstrafrecht enthalten, mit Ausnahme der Verkehrsdelikte.
Im Jahr 2021 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Rottenburg insgesamt 1032 Straftaten registriert. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme um 64 Straftaten bzw. -5,8 Prozent dar. Zum Vergleich – im gesamten Regierungsbezirk Niederbayern ging die Zahl der Straftaten um 6,5 % zurück.
Bei 74,1 % (Vorjahr: 79 %) der begangenen Delikte konnten die Täter ermittelt werden. Zum Vergleich – die Aufklärungsquote in Bayern lag im Jahr 2021 bei 66,9 % .
Kriminalitätsbereiche im Einzelnen
Diebstahlskriminalität
Im Bereich der Diebstahlsdelikte wurden im Jahr 2021 mit 186 25 Fälle mehr als im Vorjahr registriert.
Bei den schweren Diebstahls-Delikten, darunter zählen alle Arten von Einbruchs-/Aufbruchsdiebstählen, ergab sich eine deutliche Fallsteigerung um 12 Fälle auf insgesamt 45 Fälle, bzw. + 36,4 %.
Im Jahr 2021 wurden alleine 10 Kraftfahrzeuge aufgebrochen und entwendet. Im Jahr 2020 wurde hier lediglich 1 Fall registriert.
Weiter ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der PI Rottenburg insgesamt 11 Wohnungseinbruchsdiebstähle, 2 Fälle mehr als noch im Jahr zuvor.
Körperverletzungsdelikte
Erneut rückläufige Zahlen sind bei den Körperverletzungsdelikten festzustellen. Deren Zahl reduzierte sich deutlich um 17,5 % von 160 Fällen im Jahr 2020 auf 132 in 2021.
Sachbeschädigungen
Ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen war bei den Sachbeschädigungsdelikten zu verzeichnen. So wurden im zurückliegenden Jahr 150 Sachbeschädigungen angezeigt, 24 Fälle oder 19 % mehr als im Jahr 2020. Allein die Zahl der Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen erhöhte sich um 11 auf 32 Fälle im Jahr 2021, also um 52,4 %.
Betäubungsmittelkriminalität
Im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität verringerte sich die Zahl der Delikte geringfügig. Im zurückliegenden Jahr wurden insgesamt 48 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht, 1 Fall oder 2 Prozent weniger als im Jahr 2020.
Betrugsdelikte
Nach im Jahr 2020 überproportionaler Zunahme fielen die Zahlen bei den Betrugsstraftaten mit Tatortbezug zum Dienstbereich der PI Rottenburg wieder deutlich. Demnach fiel deren Zahl wieder um -31,8 % von 192 Fällen auf 131 Delikte im letzten Jahr zurück. Der Bereich der Internetkriminalität spiegelt sich hier jedoch nicht wieder, da in diesen Fällen die Tatorte in der Regel nicht zugeordnet werden können. Es zeigt sich seit Beginn der Corona-Pandemie für den Betrugsbereich eine deutliche Verlagerung in Richtung „Cybercrime“.
Sonstige Straftaten
Im Bereich der Straftaten zum Nachteil von Einsatzkräften, wie Widerstand und tätlicher Angriff, zeigte sich ein erfreulich starker Rückgang von 12 auf 4 Delikte, was einen Rückgang um 66,7 % bedeutet.
Mit 9 Umweltschutzdelikten waren zwei Fälle mehr als 2020 zu verzeichnen. In 4 Fällen wurden hierbei Gewässer verunreinigt und in weiteren 4 Fällen handelte es sich um strafbaren, bzw. unerlaubten Umgangs mit Abfällen.
Bei Fälschungsdelikten erhöhte sich die Deliktszahl deutlich von 5 auf 14 Delikte. .
Zusammenfassung und Ausblick
Mit einem leichten Rückgang der Deliktszahlen bestätigt sich auch für den Bereich der PI Rottenburg der niederbayern- und bayernweite Trend.
Die Abnahme der Gesamtstraftaten , bzw. die Zu- oder Abnahmen in den einzelnen Deliktsbereichen bewegen sich bei langfristiger Betrachtung im „normalen“ bzw. „noch akzeptablen“ Schwankungsbereich.
Es zeigt sich, dass im Verantwortungsbereich der Polizeiinspektion Rottenburg eine gute und stabile Sicherheitslage gegeben ist.
Untermauert wird dies vor allem mit Blick auf die sogenannte Häufigkeitszahl. Diese liegt im Bereich der PI Rottenburg mit 25,7 Straftaten pro 1000 Einwohner deutlich unter dem niederbayerischen Durchschnitt von 30,3.
Die Polizeiinspektion Rottenburg wird auch weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um insbesondere negativen Entwicklungen zielgerichtete und wirksame polizeiliche Maßnahmen entgegenzusetzen. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Polizei weiterhin in ihren Bemühungen zu unterstützen und vor allem verdächtige Wahrnehmungen und Auffälligkeiten, die auf eine mögliche Straftat hindeuten, möglichst unverzüglich mitzuteilen.

