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Keine AKW-Laufzeitverlängerungen – Warnung vor Atommüllbergen / Demonstration am 1. Oktober in Lingen

(Bonn, Berlin,02.09.2022) Anlässlich der unglaublichen Debatte über drohende
Laufzeitverlängerungen für die letzten drei Atomkraftwerke in der Bundesrepublik hat der
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) vor dem weiteren Anwachsen der
hochgefährlichen Atommüllberge gewarnt. BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz betont,
dass es weit und breit kein sicheres Endlager für Atommüll gibt. „Wer angesichts des
vorhandenen Atommülls längere AKW-Laufzeiten fordert, provoziert nicht nur die
Menschen, die schon lange mit dem Atommüll in der Nachbarschaft, und dessen
Gefahren, leben müssen. Auch die Menschen an den Atommüll-Transportrouten sind
erheblichen Gefahren ausgesetzt. Es darf kein weiterer Atommüll produziert werden!“
Buchholz selber wohnt in der Nähe der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in
Gronau. „Neben der Anlage werden die Uranmüllcontainer sogar unter dem freien Himmel
gelagert“, kritisiert er und warnt vor möglichen Freisetzungen.
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) lehnt längere AKW-Laufzeiten
grundsätzlich ab. Mit Blick auf das noch in Betrieb befindliche AKW Emsland (AKW Lingen
2) kritisiert der BBU zudem, dass sich dort in unmittelbarer Nähe das umstrittene
Bombenabwurfgelände Nordhorn-Range befindet. Dass dort in diesen Tagen auch noch
Tage der offenen Tür durchgeführt werden, ist für Buchholz völlig unverständlich. Er
betont, dass der BBU in der Vergangenheit wiederholt das Ende der militärischen
Flugübungen gefordert hat.

Schon jetzt weist der BBU darauf hin, dass am 1. Oktober in Lingen eine überörtliche Anti-
Atomkraft-Demonstration stattfinden wird. Sie richtet sich u. a. gegen AKWLaufzeitverlängerungen,
gegen die Uranfabriken in Lingen und Gronau und gegen die
Pläne zum Bau von neuen Atomkraftwerken in den benachbarten Niederlanden. „Auch dort
ist das Atommüllproblem ungelöst“, erklärt Buchholz und weist auf die langjährige
Zusammenarbeit von niederländischen und deutschen Anti-Atomkraft-Initiativen hin.


Weitere Informationen: https://bbu-online.de, https://atomstadt-lingen.de/aktuelles,
https://www.laka.org http://www.nordhorn-range-muss-weg.de/aktuelles/bbu-fordert-ausfuer-
militaerische-fluguebungen


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Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den
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Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
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www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.
Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und
Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere
Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem
BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu
verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche
CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

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