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KDFB Bayern wählt neue Landesvorsitzende und fordert mehr Kinderschutz im Netz

Tanja Pichlmeier übernimmt Führung – klare Forderungen zu digitalen Plattformen

Gruppenbild des neuen Landesvorstandes des KDFB Bayern (v. l. n. r.): Stephanie Remagen, Franziska Bürger-Nock, Tanja Pichlmeier, Anna Maria Ederer, Sonja Axthaler. Nicht im Bild: Inga Maria Schütte

KDFB Bayern wählt neue Landesspitze und fordert mehr Kinderschutz im Netz
Tanja Pichlmeier ist neue Landesvorsitzende

Augsburg/München, 15. Juni 2026 – Auf seiner Landesdelegiertenversammlung in Augsburg hat der Katholische Deutsche Frauenbund – Landesverband Bayern am Samstag einen neuen Landesvorstand gewählt.

Inga Maria Schütte, neu gewählte stellvertretende KDFB-Landesvorsitzende, Foto: privat

An die Spitze rückt die 43-jährige Tanja Pichlmeier aus Pfeffenhausen. Ihr zur Seite stehen künftig fünf Stellvertreterinnen: Sonja Axthaler (55) aus Landshut, die für die Finanzen zuständig sein wird, sowie Franziska Bürger-Nock (53) aus Pfarrkirchen, Anna Maria Ederer (65) aus Grafenau, Stephanie Remagen (35) aus Gauting und Inga Maria Schütte (33) aus Eichstätt.

Nach wertschätzenden Begrüßungsworten des Augsburger Bischofs Dr. Bertram Meier stand die Versammlung im Zeichen des digitalen Kinderschutzes. Zum einen forderten die Delegierten kindgerechte Apps und Plattformen ohne Endlos-Scrollen, Autoplay oder versteckte Kaufknöpfe. Anbieter sollen ihre Angebote jährlich extern prüfen lassen, leicht zugängliche Beschwerdewege bereitstellen und Übergriffe wie Grooming rasch erkennen. Personalisierte Werbung auf Basis von Kinderdaten lehnt der Verband strikt ab. Als Altersnachweis soll ein europaweiter digitaler Ausweis genügen, ohne zusätzliche Datenspeicherung.

Ein zweiter Beschluss sieht eine bayernweite Informationskampagne vor: kostenlose Elternabende an Schulen und Kitas, verbindliche Medienkompetenz im Unterricht sowie klare Regeln für Online-Spiele – feste Ausgabenlimits, transparente Gewinnchancen und ein Verbot manipulativer Belohnungsschleifen. Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz sollen konsequent sanktioniert, Kinder nicht länger als Werbefiguren in sozialen Medien eingesetzt werden.

„Digitale Räume dürfen Kinder nicht ausnutzen. Wir brauchen verbindliche Regeln und konsequente Kontrolle“, betont die frisch gewählte KDFB-Landesvorsitzende Tanja Pichlmeier. Der neue Vorstand wird die Beschlüsse umgehend an die zuständigen Ministerien weiterleiten und Partner aus Bildung und Medienforschung einbinden.

Vor den Neuwahlen feierten die Delegierten einen Gottesdienst unter dem Motto „Unterwegs in eine neue Welt“, in dem sie den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Sabine Slawik und Carolina Trautner für ihr Engagement für den KDFB dankten. Sabine Slawik gehörte dem KDFB-Landesvorstand 12 Jahre lang an. Die Landtagsabgeordnete Carolina Trautner war seit 2022 Mitglied im Landesvorstand.

Sonja Axthaler

 

Sonja Axthaler, die künftig für den Bereich Finanzen zuständig ist, zeigte sich erfreut über das deutliche Votum der Delegierten:

„Ich wurde am vergangenen Wochenende mit 100 Prozent aller Delegiertenstimmen zur stellvertretenden Vorsitzenden mit Schwerpunkt Finanzen in den Vorstand des KDFB Landesverband Bayern e.V. gewählt. Ich fühle mich geehrt über das mir entgegengebrachte Vertrauen und werde meine Aufgabe mit Respekt und Engagement wahrnehmen.“

 

 

 

 


Über den KDFB Bayern
Der 1911 von der Frauenrechtlerin Ellen Ammann gegründete Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern vertritt rund 100.000 Frauen in Bayern und der Pfalz. Er setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Kirche, Gesellschaft und Politik ein und engagiert sich familien- sowie sozialpolitisch.

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