PolitikUmwelt & Energie

FREIE WÄHLER fordern Aufklärung zu Glyphosat im Abwasser

Fraktion sieht möglichen Zusammenhang mit Waschmittelzusatz DTPMP

Glyphosat im Abwasser: FREIE WÄHLER-Fraktion fordert lückenlose Aufklärung der Ursachen

Jakob: Wir brauchen Klarheit, um unsere Gewässer wirksam zu schützen

zum Antrag „Glyphosat aus Kläranlagen – Forschung intensivieren für vorsorgenden Gewässerschutz“ heute im Umweltausschuss hier ein Statement von Marina Jakob, umweltpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion:

„Saubere Flüsse und Seen sind Lebensadern unserer Heimat und für Mensch und Natur von zentraler Bedeutung. Umso besorgniserregender sind Gewässerbelastungen mit Glyphosat. Studien zeigen ganzjährig erhöhte Messergebnisse – und zwar auch außerhalb der Saison mit landwirtschaftlichem Glyphosateinsatz. Wir FREIE WÄHLER im Landtag haben daher einen Antrag eingebracht, um die tatsächlichen Ursachen dieser Einträge aufzuklären. Im Zentrum steht der Waschmittelzusatz DTPMP. Dieser phosphonathaltige Stoff ist in vielen handelsüblichen Waschmitteln enthalten.

Wissenschaftler vermuten, dass DTPMP in Kläranlagen und Abwasserkanälen zu Glyphosat abgebaut werden könnte. Um diesen Verdacht zu prüfen, fordern wir ein umfassendes Forschungsvorhaben des Bundes. Dabei soll das Abwasser in repräsentativen Kläranlagen unterschiedlicher Größe sowie der Einfluss von Haushalts- und Industrieabwässern genau analysiert werden. Wenn Glyphosat wegen alltäglicher Waschmittel in unseren Badezimmern in die Natur gelangt, müssen wir das wissen und dementsprechend handeln. Wir brauchen Klarheit über die Eintragspfade und deren Gewichtung, um unsere Gewässer wirksam und vorsorgend zu schützen – und nicht nur die Landwirtschaft als Sündenbock für Gewässerbelastungen abzustempeln.“

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