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„Ein Hoch auf euch“: Der 100. Kurs erlangt sein Examen 

12 Pflegefachfrauen und -männer feierlich am Klinikum verabschiedet 

Die frisch examinierten Pflegefachfrauen und -männer mit Rednern und Gratulanten.

Es ist der 100. Kurs, der nach dreijähriger Ausbildung ins Berufsleben startet: Am Freitag sind am Klinikum Landshut zwölf Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner feierlich ins Berufsleben entlassen worden. Doch die Abschlussklasse ist noch aus zwei weiteren Gründen etwas ganz Besonderes.

Seit 71 Jahren wird am Klinikum Landshut der Pflege-Beruf gelehrt. „Vom treusorgenden Schwesterntum kirchlicher Prägung zur medizinisch fundierten Spezialkraft“, so beschrieb die Schulleiterin Silke Steffl den Wandel ab den 50er Jahren. In drei Jahren haben zwölf Auszubildende alle Facetten der Pflege kennengelernt, haben immer komplexere Krankheitsbilder versorgt und mehr Verantwortung übernommen. Am Freitag wurden die frisch examinierten Pflegefachfrauen und -männer feierlich ins Berufsleben verabschiedet.

Die Klassenbesten waren mit der Traumnote 1,0 Anna Orthuber und Samet Yetis. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Katharina Köhler (Schnitt 1,24) und Jessica Fedik (1,49). Ebenfalls ihren Abschluss in der Tasche haben Georgel Ambrono, Anika Bauer, Mohamad Faour, Sergej Filinger, Johann Grichtmaier, Karolina Klimasauskaite, Celina Marschoun und Natalia Raisch. „Behalten Sie sich Ihre Neugierde für Ihre berufliche Weiterentwicklung bei und behalten Sie sich auch bei, was Sie mit all unseren über 2500 Absolventen gemein haben – pflegen Sie stets mit Kopf, Herz und Hand“, gab ihnen die Schulleiterin mit auf den Weg.

Wie erfüllend der Pflegeberuf ist, das stellte Oberbürgermeisters Alexander Putz in den Mittelpunkt seiner Rede. Er wünschte der Abschlussklasse „das Beste für die berufliche und private Zukunft“. Der Oberbürgermeister gratulierte den Absolventen auch im Namen des Verwaltungsrates und Stadtrates. „Feiern Sie jetzt Ihren Abschluss, das haben Sie sich verdient.“

„Ich bin sehr dankbar, dass es immer noch viele Menschen gibt, die sich für diesen besonderen und herausfordernden Beruf entscheiden“, so Vorstand André Naumann am Freitag. „Die Patienten in den Krankenhäusern und natürlich auch in unserem Klinikum sind vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels mehr als je zuvor auf Ihren Einsatz angewiesen.“ Besonders dankte er den Lehrkräften, Praxisanleitern und allen weiteren Akteuren, die die Schülerinnen und Schüler bis zum Abschluss begleitet haben.

„Wir können von euch lernen“, betonte der stv. Ärztliche Direktor Dr. Dr. Georgios Meimarakis in seinem Grußwort. „Es gilt nämlich der Satz: Ich will nicht recht haben, ich will das beste Ergebnis, und das geht am besten mit euch und einem kritischen Blick auf die Alltagsprozesse.“ Die besten Tage und größten Tage würden noch vor den Absolventen liegen – „Ein Hoch auf euch!“

„Seien Sie stolz auf sich und das, was sie geleistet haben. Lassen Sie den Stress hinter sich und feiern Sie Ihren Erfolg“, gab die stv. Pflegedirektorin Leihla Guth den Absolventen mit auf den Weg. Auch sie freue sich sehr, „dass sich zehn von Ihnen entschlossen haben, bei uns im Haus zu bleiben. Unsere Mitarbeiter und wir freuen uns auf Sie.“ Die zehn frisch examinierten Fachkräfte haben sich bspw. für die Dialyse, die chirurgische Intensivstation und die Onkologie entschieden.

Mit einem Anfangsapplaus begann die Rede von Klassenleiter Thomas Brand. „Ihr macht mich stolz“, sagte er zu seinen ehemaligen Schützlingen. Er sprach besonders über das Thema Resilienz, häufig übersetzt mit „Widerstandsfähigkeit“ oder auch „Fallen und wieder aufstehen“. „Diese Kompetenz habt ihr für die Ausbildung gebraucht, aber auch für das Leben und um gesund zu bleiben.“

Wie besonders der Kurs war, hoben die beiden Klassensprecher Johann Grichtmaier und Samet Yetis zum Schluss hervor. „Nicht nur dass unser Durchschnittsalter bei 32 Jahren lag – auch die Männerquote war mit rund 50 Prozent sehr beeindruckend.“ Gemeinsam hätten sie gelernt, gelacht, gefeiert und sich gegenseitig unterstützt. Im Namen der Klasse dankten die Klassensprecher allen Personen, die sie auf dem Weg zum Examen begleitet hatten. „Heute ist ein Tag des Abschieds, aber auch des Neuanfangs.“

Musikalisch umrahmt wurde die Examensfeier vom Duo Amannsberger/Köll.

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