Drohnen-Detektionstests an den Flughäfen Frankfurt und München
Pressemitteilung
Frankfurt/Langen, 30. Juli 2020
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Fraport AG und Flughafen München GmbH
(FMG) testen ab August dieses Jahres Drohnen-Detektionssysteme an den
Flughäfen Frankfurt und München. Die Ergebnisse aus diesem Testbetrieb sind für
die systematische Detektion von Drohnen an und um die deutschen
Verkehrsflughäfen wichtig. Die zuverlässige Drohnen-Detektion unerlaubt
fliegender Systeme ist als Basis für eine zielgerichtete Drohnenabwehr notwendig.
Im Sommer 2019 beauftragte das Bundesverkehrsministerium die DFS Deutsche
Flugsicherung GmbH mit der Erarbeitung eines Konzepts zur Drohnen-Detektion an den
deutschen Flughäfen. Experten der DFS identifizierten daraufhin zunächst, wie groß die
zu detektierenden Areale aus Sicherheitsgründen sein sollten. In den nun folgenden
Tests wird der derzeitige Stand der Technologie insbesondere hinsichtlich der möglichen
Detektionsreichweite und der allgemeinen Leistungsfähigkeit bei den am Markt
verfügbaren Systemen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht.
Drohnenexperten der DFS, Fraport und FMG haben die Tests vorbereitet und die
geplanten Abläufe einer umfangreichen Sicherheitsbewertung unterzogen. Die
zuständigen Landesluftfahrtbehörden, Regierungspräsidium Darmstadt und Luftamt
Südbayern, haben die Flüge genehmigt. Begleitet werden die Testläufe von Bundes- und
Landespolizei.
Die Erkenntnisse aus dem Testprojekt dienen als Entscheidungsgrundlage, welche
Technologie für zukünftige Drohnen-Detektion an Flughäfen geeignet erscheint.
Immer wieder werden in Deutschland Drohnen in Lufträumen gesichtet, in denen der
Drohnenflug verboten ist. Im Frühjahr 2019 sowie im Februar und März 2020 musste am
Flughafen Frankfurt nach der Sichtung einer beziehungsweise mehrerer Drohnen der
Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt werden. Zeiträume, an
denen keine Starts- und Landungen möglich sind, haben enorme wirtschaftliche Folgen
für Flughäfen und Airlines. Drohnen, die ohne Freigabe der Flugverkehrskontrolle in der
Nähe von Flughäfen fliegen, gefährden darüber hinaus Passagiere und Besatzungen der
bemannten Luftfahrt. Der Drohnenflug in diesen Bereichen kann als gefährlicher Eingriff
in den Luftverkehr bewertet und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren
geahndet werden.
Foto: FMG
Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.600 Mitarbeitern (Stand 31.12.2019). Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.000 Fluglotsen leiten täglich bis zu 10.000 Flüge durch den deutschen Luftraum, im Jahr mehr als drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Tower an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Die Tochtergesellschaft, DFS Aviation Services GmbH, vermarktet flugsicherungsnahe Produkte und Dienstleistungen und ist für die Flugverkehrskontrolle an neun deutschen Regionalflughäfen sowie an den Flughäfen London-Gatwick und Edinburgh verantwortlich. Seit 2016 arbeitet die DFS an der Integration von Drohnen in den Luftverkehr und hat mit der Deutschen Telekom das Joint Venture, Droniq GmbH, gegründet. www.dfs.de

