Drei neue Stromtankstellen in der Stadt – Stadtrat erspart Steuergelder
Überzeugten sich vor Ort von der neuen Ladesäule an der Staudenrausstraße: Lothar Reichwein, Mathias Hösl, Dr. Thomas Haslinger, Armin Bardelle (von links)
Stadtwerke bieten auch Sparpotenzial beim Laden zu Hause
Im Landshuter Stadtgebiet gibt es seit kurzem drei neue Stromtankstellen. Zwei Säulen stehen im Stadtteil Nikola und eine weitere Ladesäule in Peter und Paul. Insbesondere die neuen Lademöglichkeiten an der Staudenrausstraße sollen Anwohnern, die keine eigene Stromversorgung für ihr E-Fahrzeug haben, eine Lademöglichkeit bieten.
Anmerkung der Klartext-Redaktion:
Im Rahmen der Bausenatssitzung am 7. Mai 2021 war die Vergabe an ein Planungsbüro seitens des Mobilitätsmangement der Stadtverwaltung beabsichtigt. Für bis zu 40.000 Euro sollten mögliche Standorte im Stadtteil Nikola für E-Ladesäulen eruiert werden. Während der Sitzung hat Stadtrat Rudolf Schnur vorgeschlagen diese Vergabe nicht zu tätigen, sondern vielmehr in ihrem Stadtteil gut orientierte Kollegen zu ersuchen, Standorte zu finden. Seine Bitte an den Kollegen Lothar Reichwein nahm dieser umgehend an und lieferte eine detaillierte Ausarbeitung für die Stadtwerke Landshut, das Straßenverkehrsamt und das Mobilitätsmanagement über potentielle Standorte von Elektroladeeinrichtungen im Stadtteil Nikola. Dadurch ersparte er der Stadt die Verwendung von Steuergeldern.
Bei einem Vor-Ort-Termin mit Werksenatsvorsitzendem Dr. Thomas Haslinger (CSU) und Stadtrat Lothar Reichwein erläuterten Werkleiter Armin Bardelle und Mathias Hösl, Bereichsleiter Vertrieb, dass die Stadtwerke Landshut seit zehn Jahren in den Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur investieren. „Wir orientieren uns dabei zum einen am Wachstum der Zulassungszahlen, zum anderen an den Förderangeboten von Bund und Freistaat“, sagte Hösl.
Aktuell sind im Landshuter Stadtgebiet rund 500 reine E-Autos und rund 1.600 Hybrid-PKWs zugelassen. Im Landkreis Landshut sind es rund 1.600 E- und 3.600 Hybrid-Fahrzeuge.
An mittlerweile 13 unterschiedlichen Standorten mit jeweils mindestens zwei Ladedosen können E-Fahrzeugbesitzer klimaneutralen Ökostrom tanken. Zudem gibt es noch eine Ladestation nur für E-Bikes an der Isarpromenade beim Ländtor. „Weitere sechs Ladesäulen sollen möglichst bis Jahresende noch installiert werden und sind schon in Planung“, kündigte Hösl an.
Da die meisten E-Fahrzeughalter ihre Fahrzeuge über Nacht zu Hause laden, bieten die Stadtwerke den Haltern Sparpotenzial bei den Stromkosten. Über eine Zusatzvereinbarung zum Öko-Stromvertrag reduziert sich für E-Auto-Halter zum einen die Zählergrundgebühr um die Hälfte. Zum anderen gibt es über den THG-Quotenhandel mit der Jahresverbrauchsabrechnung eine Rückerstattung – für das Jahr 2022 erhalten Teilnehmer zusätzlich zur reduzierten Zählergrundgebühr 200 Euro zurück.
Weitere Informationen zu den Ladestandorten in Landshut, Preisen und Informationen zur THG-Quote sind unter www.stadtwerke-landshut.de erhältlich.
Hier die betreffenden Beweise dazu. Der Vorschlag der Verwaltung wurde mit 6:5 abgelehnt.
© Stadtwerke Landshut

