Der designierte neue Landshuter Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger (CSU/Mitte) mit dem scheidenden Amtsinhaber Alexander Putz (CSU/links) und dem knapp unterlegenen Stichwahl-Bewerber Christoph Rabl (Grüne)
Landshut. Dr. Thomas Haslinger (CSU) wird zum 1. Mai 2026 neuer Oberbürgermeister der niederbayerischen Bezirkshauptstadt Landshut. Der 39-Jährige, der derzeit als Zweiter Bürgermeister fungiert, setzte sich am Sonntag in der Stichwahl mit 52,5 Prozent der Stimmen gegen seinen Grünen-Mitbewerber Christoph Rabl durch, der 47,5 Prozent erreichte.
Haslinger wird damit Nachfolger des scheidenden Oberbürgermeisters Alexander Putz (CSU), der das Amt seit 2017 innehatte und nicht erneut kandidiert hatte. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent und damit rund acht Prozentpunkte niedriger als beim ersten Wahlgang am 8. März.
Als das Endergebnis feststand, wurde der designierte neue Oberbürgermeister im Neuen Plenarsaal mit großem Beifall empfangen. „Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir die Landshuterinnen und Landshuter geschenkt haben“, sagte Haslinger. „Die harte Arbeit der vergangenen sechs Jahre hat sich ausgezahlt.“ Angesichts der politischen Gesamtsituation sei es für CSU-Kandidaten derzeit nicht selbstverständlich, sich durchzusetzen. „Umso erleichterter bin ich über das Ergebnis.“
Haslinger kündigte an, zeitnah Gespräche mit allen demokratischen Parteien zu führen, um eine tragfähige Mehrheit im Stadtrat für die kommenden sechs Jahre zu sichern. Auch mit der Partei seines Mitbewerbers wolle er sprechen. „Wir stehen vor großen Herausforderungen, die keinen Aufschub dulden“, betonte er.
Christoph Rabl sprach trotz der Niederlage von einem „sensationell guten Ergebnis“ und einem „grandiosen Erfolg“. Er gratulierte Haslinger zur Wahl und erklärte, das Ergebnis zeige, dass viele Bürgerinnen und Bürger sich eine nachhaltig lebenswerte Stadt wünschen. Das Votum sei ein Auftrag an beide Seiten, die Zukunft Landshuts gemeinsam zu gestalten.

