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VeloFlow-Anzeigen in Berlin: Kritik an Radverkehrs-Pilotprojekt

Kosten und Nutzen der digitalen Geschwindigkeitsanzeigen für Radfahrende

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Berlin. Die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat im Herbst 2025 begonnen, sogenannte VeloFlow-Anzeigen im Stadtgebiet zu installieren. Mit den Anzeigen sollen Radfahrerinnen und Radfahrer eine visuelle Orientierung erhalten, um ihre Geschwindigkeit an die bevorstehende Ampelschaltung anzupassen.

Nach Angaben der Verkehrsverwaltung wurden die ersten VeloFlow-Anzeigen im September 2025 in der Kreuzbergstraße sowie im November in der Invalidenstraße in Betrieb genommen. Weitere Installationen waren für Dezember 2025 unter anderem im Bereich der Stargarder Straße, der Prinzregentenstraße und der Langenscheidtstraße vorgesehen.

Bei VeloFlow handelt es sich laut Senatsverwaltung um ein Pilot- und Forschungsprojekt. Zentrales Element ist eine sogenannte GLOSA-Anzeige (Green Light Optimal Speed Advisory). Diese soll Radfahrenden bis zu 200 Meter vor einer Lichtsignalanlage anzeigen, ob sie bei einer Geschwindigkeit von etwa 20 Kilometern pro Stunde die nächste Ampel voraussichtlich bei Grün oder bei Rot erreichen.

Ziel des Projekts ist es, den Verkehrsfluss für den Radverkehr zu verbessern, die Attraktivität des Radfahrens zu steigern und Rotlichtverstöße zu reduzieren.

Im Rahmen des Pilotprojekts sind insgesamt 23 VeloFlow-Anzeigen an vier Standorten vorgesehen: in der Invalidenstraße (10 Anzeigen), im Bereich Stargarder Straße/Schönhauser Allee/Prenzlauer Allee (9 Anzeigen), an der Kreuzung Handjerystraße/Prinzregentenstraße (2 Anzeigen) sowie in der Langenscheidtstraße/Kreuzbergstraße (2 Anzeigen). Zum Vergleich betreibt die Verkehrsverwaltung in Berlin rund 2.000 Lichtsignal- beziehungsweise Lichtzeichenanlagen.

Das Projekt wird nach Angaben des Senats zu 85 Prozent durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Die Mittel stammen aus einem Programm zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme, weshalb klassische Baukosten, etwa für Radwege, nicht förderfähig sind. Die Anschaffungskosten für eine einzelne VeloFlow-Anzeige liegen laut Verkehrsverwaltung bei knapp 3.000 Euro. Für das Pilotprojekt ergibt sich daraus ein Gesamtbetrag von rund 69.000 Euro.

Nicht enthalten sind mögliche Folgekosten bei einer dauerhaften Einführung, etwa für Stromerschließung, digitale Anbindung der Ampelanlagen sowie zusätzliche Planungs- und Betriebskosten, zu denen bislang keine konkreten Angaben vorliegen.


Quelle: Bund der Steuerzahler


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